Polizei muss eingreifen

Randale bei Drittliga-Spiel: Fans beschädigen Kiosk im Grünwalder Stadion - hoher Sachschaden

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Beim Spiel des FC Bayern II gegen Hansa Rostock kam es am Samstag im Stadion an der Grünwalder Straße zu Ausschreitungen.

Beim Spiel des FC Bayern II gegen Hansa Rostock randalierten die Gästefans im Stadion an der Grünwalder Straße. Die Polizisten waren sogar gezwungen, Pfefferspray einzusetzen.

  • Am Samstag spielte der FC Bayern II gegen Hansa Rostock.
  • Einige Gästefans randalierten im Stadion.
  • Die Polizei setzte Pfefferspray ein.

München - Am Samstag (1. Februar) war Hansa Rostock im Grünwalder Stadion zu Gast - der Verein aus dem hohen Norden kam zum Drittligaspiel gegen die kleinen Bayern angereist. Ein Termin der ordentlich Zündstoff lieferte: Rund 270 Polizisten waren im Einsatz. Die Beamten hatten alle Hände voll zu tun und mussten teilweise auch zu härteren Mitteln greifen.

FC Bayern II gegen Hansa Rostock: Polizei findet Betäubungsmittel bei Gästefan

Die ersten Gästefans kamen gegen 11 Uhr am Hauptbahnhof an und machten sich auf in verschiedene Lokale nahe des Stadions. Einige nutzen für die Anreise laut Polizei auch ihre privaten Autos und stellten diese zum Teil äußerst verkehrsbehindernd ab. Die Fahrer weigerten sich, ihre Autos zu entfernen, sodass mehrere Verwarnungen mit Zahlungsaufforderung ausgestellt werden mussten.

Gegen 13 Uhr fielen Beamten drei Rostocker Anhänger auf, die an öffentlichen Einrichtungen Aufkleber angebracht hatten. Aufgrund der durchgeführten Identitätsüberprüfung und der Solidarisierungsbekundungen der übrigen Fans, verzögerte sich die komplette Fanbewegung zum Stadion. Bei einem kontrollierten 29-Jährigen wurden außerdem Betäubungsmittel gefunden. Er wurde vorübergehend festgenommen, wie die Polizei mitteilte.

Auf dem Weg in die Schule traf ein Mädchen in München auf einen Unbekannten, der sie unvermittelt angriff.

FC Bayern II empfängt Hansa Rostock: Fans randalieren - Polizei setzt Pfefferspray ein

Gegen 13.40 Uhr eilten die Einsatzkräfte dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung vor dem Stadion. Die Polizei musste eingreifen und mehrere Personen abdrängen. Ein 23-Jähriger beleidigte daraufhin einen Polizisten. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und zunehmend aggressiv. Er musste die gesamte Spielzeit in Polizeigewahrsam verbringen.

Rund 20 Minuten nach Spielbeginn beschädigten mehrere Rostock-Fans dann einen Kiosk im Stadion und stahlen Getränke sowie mehrere hundert Euro Bargeld. Sie verursachten dabei einen Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro. Um weitere Straftaten zu unterbinden, mussten die Einsatzkräfte unmittelbaren Zwang anwenden. Vereinzelt setzten sie dafür auch Pfefferspray ein, wie die Polizei mitteilte. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen, die mit der Kriminalpolizei Rostock weitergeführt werden. Dazu soll auch Videomaterial ausgewertet werden.

Nach den Ausschreitungen beim Relegationsspiel gegen Regensburg ist ein Löwen-Fan verurteilt worden. Die Randale hat auch berufliche Folgen für den Mann. Vor, während und nach dem Bundesliga-Spiel FC Bayern gegen Borussia Dortmund ist es im November zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei musste mehrere Fußballfans festnehmen. 

Das Grünwalder Stadion hat inzwischen neun Tafeln angebracht, die Rassismus und Gewalt bei Veranstaltungen untersagen - wer dagegen verstößt, muss draußen bleiben.

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