Beherzter Einsatz

Große Suchaktion: Polizisten retten Mädchen (14) aus der Isar

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An der Wittelsbacherbrücke gelang es den Polizisten, das Mädchen aus dem Wasser zu ziehen.

München - Über 15 Streifenwagen waren Mittwochnacht im Einsatz, um nach einer 14-Jährigen zu suchen, die in der Isar trieb. Von der Brudermühl- bis zur Ludwigsbrücke suchte die Polizei nach dem Mädchen. Eine Zeugin hatte gegen 2 Uhr Nachts die Polizei alarmiert.

Dieser Anruf war ein Schock: Am Mittwoch gegen zwei Uhr in der Früh wählte eine Frau den Notruf und teilte der Polizei mit: „In Untergiesing treibt ein junges Mädchen in der Isar!“ Sofort fuhren 15 Streifenwagen los und suchten den gesamten Uferbereich an der Brudermühl-, Wittelsbacher-, Reichenbach- und auch an der Cornelius- und Ludwigsbrücke ab.

Beamte der Polizeiinspektion 23 entdeckten die 14-Jährige schließlich völlig entkräftet nahe der Wittelsbacherbrücke im Wasser, aber kamen nicht sofort an sie heran – Dunkelheit und die starke Strömung verhinderten die Rettung zunächst. Aber die Beamten gaben nicht auf und verfolgten sie weiter. An einer flachen Stelle gelang es ihnen schließlich, die Schülerin aus dem Wasser zu ziehen. Der Rettungsdienst brachte sie mit einer leichten Unterkühlung ins Krankenhaus, wo sie sich erholte.

Auch am Heimstettener See gab es in der Nacht zu Donnerstag eine spektakuläre Rettungsaktion. Nach einer Party trieb eine 16-Jährige im See und drohte zu ertrinken. Zwei Freunde hörten ihre Hilfeschreie – und sprangen sofort ins Wasser, um sie zu retten. Zufällig war auch ein Mitglied der Wasserwacht Feldkirchen in der Nähe, der den Notruf wählte. Danach sprang auch er mutig in den See. Mit vereinten Kräften gelang es den drei jungen Männern, das Mädchen ans Ufer zu ziehen. Dort wurde ihr Zustand kritisch. Die Wasserwachtler konnten ihre Atmung und ihren Kreislauf aber solange stabilisieren, bis der Notarzt eintraf. Danach kam sie in die Klinik. Ihre Freunde hatten ihr das Leben gerettet – so wie die Polizei dem Mädchen aus der Isar.

thi

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