Eltern machen ihrem Ärger Luft

Raumnot an der Rotbuchenschule: „Die Stadt hat uns vergessen“ 

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Freude kommt in der Grundschule in Harlaching gerade eher selten auf. Man kämpft mit Raumnot. 

Die eklatanten Raumnöte an einer Harlachinger Grundschule lassen die Eltern nicht zur Ruhe kommen. Bei der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses machten sie ihrem Ärger über die Zustände Luft. „Eine verfehlte Schulpolitik“ warfen sie den Stadt-Verantwortlichen vor.

München - „Wir haben 700 Schüler mit steigender Tendenz und den größten Sprengel der Stadt – dafür aber viel zu wenige Klassenzimmer, Sozialräume, Sport- und Pausenaufenthaltsräume“, sagte eine Mutter. „Ein Kind hat auf dem Pausenhof weniger als drei Quadratmeter Platz. Aggressionen sind an der Tagesordnung.“ Auch an der notwendigen Mittagsbetreuung fehle es. „Die Stadt hat den Schulstandort Harlaching vergessen“, schimpfte ein Besucher.

Einen schweren Stand hatte Bernhard Schuler vom Immobilien-Management der Stadt. Die Standortsuche für Erweiterungsflächen und neue Schulareale gestalte sich schwierig. Planungen auf dem McGraw-Gelände waren zugunsten von Wohnungsbau wieder verworfen worden. Das ehemalige Probengelände an der Harthauser Straße wolle man zwar vom Freistaat erwerben, aber noch liefen die Verhandlungen. Auch müsse zunächst geprüft werden, ob das relativ enge Terrain mit viel altem Baumbestand für eine Schule geeignet ist.

An der Rotbuchenstraße, so Schuler, machten Brandschutzauflagen die Sanierung kompliziert. So könne die Bibliothek der Schule nicht in ein Klassenzimmer umfunktioniert werden. „Was soll aber im Herbst geschehen?“, wollten die Eltern ebenso wissen wie BA-Chef Clemens Baumgärtner (CSU). „Aus den Grundschülern werden später Gymnasiasten am ebenfalls bereits überfüllten Theodolinden-Gymnasium“, ergänzte Michael Sporrer (SPD).

„Kein Verständnis“ zeigten BA und Eltern für die „starre Haltung des Sozialreferates“ am Hollerbusch. Seit einem Jahr stünden die zur Unterbringung von Flüchtlingen errichteten Container in Rufweite der Schule leer. Eine Nutzung durch die Schule lehnt das Referat ab. Der BA will hier nachbohren. Einstimmig forderte das Gremium, Stadtschulrätin Beatrix Zurek (SPD) möge zur August-Sitzung des Gremiums mit tragfähigen Plänen für den Herbst erscheinen. Zudem forderte der BA, die Kaufverhandlungen mit dem Freistaat an der Harthauser Straße zu forcieren. „Für den Herbst kommt das aber zu spät“, waren sich die Anwesenden einig. Ein Ortstermin in und um die Rotbuchenschule soll demnächst weitere Möglichkeiten ausloten. 

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