Durch Aufprallwucht bei Unfall

Rollstuhlfahrerin schleudert durch Sanka und stirbt

München - Eine Frau im Rollstuhl war ordnungsgemäß in einem Krankentransporter gesichert. Als dann ein Unfall passierte, wurde sie durch die Wucht des Aufpralls umher geschleudert. Einen Tag später starb sie.

Die regenasse Fahrbahn war am Dienstag gegen 18.30 Uhr der Grund für einen Verkehrsunfall in Harlaching. Wie die Polizei mitteilt, stand ein bislang unbekannter Autofahrer mit seinem Corsa an der roten Ampel der Kreuzung Chiemgau-/Tegernseer Landstraße und wollte nach links in die Tegernseer Landstraße einbiegen.

Rechts neben ihm hatte ein 50-Jähriger ebenfalls angehalten, um mit seinem Hyundai auch nach links abzubiegen. Und hinter diesem Auto war ein Krankentransporter zum Stehen gekommen, in dem eine 72-jährige Frau in einem Rollstuhl befördert wurde. Sie war laut Polizei ordnungsmäßig mit einem Bauchgurt gesichert.

Als die Ampel auf Grün sprang, fuhren alle drei Autos los und bogen links ab. Der unbekannte Fahrer wechselte daraufhin unvermittelt und ohne zu blinken auf den Fahrstreifen, auf dem bereits der Corsa und der Krankentransporter fuhren. Der Hyundai-Fahrer bremste sofort ab, um eine Kollision zu vermeiden.

Weil die Fahrbahn nass war, konnte dann aber der Fahrer des Krankentransporters nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte auf das Heck des Hyundai. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die 72-jährige Frau mit ihrem Rollstuhl nach vorne geschleudert. Dabei zog sie sich Kopfplatzwunden und Blutergüsse im Bauch zu und kam sofort ins Krankenhaus.

Der Hyundai-Fahrer wurde leicht verletzt, dem Fahrer des Krankentransporters passierte nichts. Der Gesamtschaden wird auf etwa 3200 Euro geschätzt.

Wie die Polizei nun mitteilt, starb die Frau am Mittwoch in einem Klinikum. Ob ihr Tod mit dem Unfall zusammenhängt, sollen nun weitere Ermittlungen klären.

Weil der unbekannte Corsa-Fahrer vom Unfallort flüchtete, ohne sich um seine Pflichten nach einem Unfall zu kümmern, sucht die Polizei nun Zeugen.

Zeugenaufruf

Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Telefon (089)6216-3322, in Verbindung zu setzen.

pak

Rubriklistenbild: © dpa

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