Mit Schafkopfen ins Guiness-Buch

Sechs Giesinger karteln für den Weltrekord

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Sie kämpfen um den Rekord: Dominik Beyer, Dominik Weiß, Michael Ziegler und Bernd Müller (v. li).

München - Da ist Durchhaltevermögen gefragt. Sechs Giesinger wollen ins Guiness-Buch der Rekorde und spielen deshalb elf Tage am Dauerschafkopf.

Exakt 260 Stunden Schafkopfen ist kein reines Vergnügen. Nicht einmal für passionierte Kartler. Sechs junge Giesinger tun es trotzdem und das mit gutem Grund: Sie wollen den Rekord. Und zwar nicht irgendeinen, sondern den Weltrekord im Dauerschafkopfen!

Das bedeutet für das Team: Schichtbetrieb. Vier spielen, zwei schlafen. Aber nicht erholsam zu Hause im Bett, sondern im Hinterzimer der Bajanni Bar, in der die Giesinger spielen – Tag und Nacht. Die Bar gehört dem Vater eines Mitspielers, Manuel Valasakis. Der ist der Einzige, der sich für den Rekord keinen Urlaub nehmen musste, weil er noch studiert. Doch den Aufwand ist es wert. Zumindest finden das Michael Ziegler (26) und Dominik Weiß (26). Die beiden sind Teil des sechsköpfigen Teams, das rund elf Tage lang schafkopfen will – und das alles für einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Der letzte offizielle Rekord im Buch liegt bei 170 Stunden. Den haben sie allerdings schon längst geknackt. Der inoffizielle Rekord liegt derzeit bei 222 Stunden. Und damit ihnen den Sieg so schnell keiner mehr abjagt, haben sich die Giesinger Kartler darum die 260 Stunden als Ziel gesetzt.

Um den Rekord anerkannt zu bekommen, gibt es zwei Wege. „Entweder man beauftragt einen Guinness-Rekordprüfer für rund 8000 Euro, oder man dokumentiert alles selbst“, erklärt Weiß. 8000 Euro sind eine Menge Geld, das die sechs Spieler nicht haben. Darum haben sie die billigere, aber auch langsamere Variante gewählt. Mit einer Kamera zeichnen sie alles auf. Zusätzlich sitzt immer ein Kontrolleur neben dem Tisch, der die Spiele dokumentiert. Diesen Job übernehmen Freunde und Verwandte. Am Ende wird das gesamte Material zu Guinness geschickt.

„Die Prüfung dauert dann sicher noch ein halbes Jahr. Und nur wenn alles passt, haben wir den offiziellen Rekord“, erklärt Weiß. Den inoffiziellen haben sich die Giesinger bereits am Mittwoch um sechs Uhr geholt. Und wenn am Donnerstagabend endlich die 260 Stunden um sind, wird in der Bar der Sieg gefeiert.

Und danach? „Gibt es erstmal eine Schafkopf-Pause. Für mindestens einen Monat. Oder drei.“ Da sind sich die Kartler einig.

Ramona Anner

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