Fünf Stunden gefangen

Frauchen nach Katzenrettung: „Hat am ganzen Körper gezittert“

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Rund fünf Stunden saß „Pearli“ in dem Rohr fest, bis sie von ihrer Besitzerin endlich wieder in die Arme geschlossen werden konnte.

Kein Vor und kein Zurück gab es für Katze „Pearli“ in einem Betonrohr im Garten. Schließlich muss sogar die Feuerwehr anrücken. Die Besitzerin ist den Helfern unendlich dankbar.

München - Die Erleichterung war unendlich groß bei Helma Beck. Ihre Halbperserkätzin „Pearli“ war in einem engen, dunklen Rohr eingeklemmt gewesen. Zum Glück wurde der Vierbeiner noch gefunden, bevor es dunkelte. „Sie hätte die Nacht nicht überlebt“, da ist sich die 57-Jährige sicher.

Was war passiert? Die Otterfingerin und ihr Ehemann verbrachten die vergangenen Tage bei ihrer Mutter in Harlaching – unbekanntes Terrain für die sechsjährige Halbperserkätzin. „Sie muss vom Nachbarsgarten aus in das Rohr hineingerutscht sein“, mutmaßt die Tierfreundin.

Mutter der Besitzerin hört „Pearli“

Als Helma Beck von der Arbeit zurückkam, war ihre Mutter schon in heller Aufregung. „Sie hat Pearli miauen gehört und sie schließlich in dem Rohr entdeckt.“ So sorgte „Pearli“ für ordentlich Wirbel. Als ihre Besitzer am späten Nachmittag nach Hause gekommen waren, war keine Spur von dem abenteuerlustigen Stubentiger zu sehen, wie die Feuerwehr München berichtet. Bereits nach kurzer Zeit lokalisierten die Besitzer ihre Kätzin in einem Betonrohr im Garten.

Für „Pearli“ gab es allerdings kein Entkommen aus diesem Rohr. Sie befand sich laut Feuerwehr rund drei Meter jeweils vom Einlauf und vom Ablauf entfernt. Und das größte Problem: der Durchmesser des Rohr beträgt nur rund zehn Zentimeter. Für die Kätzen gab es also weder ein vor vor noch ein zurück.

In diesem rund zehn Zentimeter großen Rohr gab es für die Katze „Pearli“ kein vor und zurück mehr.

Nach mehreren gescheiterten Rettungsversuchen der Besitzer alarmierte diese schließlich die Feuerwehr, heißt es im Pressebericht. Die angerückten Einsatzkräfte der Hauptfeuerwache legten zunächst das in rund 30 Zentimetern Tiefe vergrabene Rohr frei. Hierzu mussten auch etliche Betonplatten, der dort befindlichen Terrasse entfernt werden. Anschließend wurden mit einem Brecheisen zwei Öffnungen in dem Rohr, vor und hinter der Katze, geschaffen, um „Pearli“ nach rund eineinhalb stündiger Einsatzzeit schließlich ihren Besitzern zu übergeben. 

Die Münchner Feuerwehr musste das Rohr in 30 Zentimetern Tiefe freilegen, ob die sechsjährige Kätzin zu befreien.

Rund fünf Stunden war die sechsjährige Kätzin in dem Abwasserrohr gefangen. Scheinbar unverletzt, jedoch ziemlich hungrig begab sich die Katze laut Feuerwehr ziemlich hungrig nach einer kurzen Streicheleinheit an den reichlich gefüllten Futternapf. Vorsichtshalber alarmierten die Katzenbesitzer schließlich noch die Münchner Tierrettung, um „Pearli“ noch eingehend untersuchen zu lassen.

„Sie hat am ganzen Körper gezittert“, sagt ihr Frauchen. „Ich bin der Feuerwehr sehr dankbar, dass sie sich so für Pearli eingesetzt hat.“ Zum Glück blieb die Abenteurerin unverletzt. Um Schlupflöcher wird sie künftig aber sicher einen Bogen machen.

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tas, das, joh

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