Raub am Mittwoch

Überfall auf Juwelier: Parallelen zu anderen Fällen 

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Der Juwelier F.C. Bauer in Harlaching wurde von jungen Räubern überfallen. Sie versprühten Pfefferspray.

Das ist doch kein Zufall mehr: Ein Raubüberfall auf einen Juwelier in Oberstdorf am 1. März dieses Jahres weist auffällige Parallelen zu dem Überfall auf den Harlachinger Traditions-Juwelier F.C. Bauer an der Peter-Auzinger-Straße auf.

München - Fünf maskierte, mit Hämmern, Pfefferspray und einer Pistole bewaffnete Burschen waren am Mittwoch um 10.15 Uhr in die Räume des Juweliers Bauer gestürmt, hatten vier Angestellte und drei Kunden mit Pfefferspray außer Gefecht gesetzt und mehrere Vitrinen zerschlagen. Sie erbeuteten wertvolle Uhren. Ein am Tatort zurückgelassener schwarzer Basketball könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Täter jung (etwa 16 bis 25 Jahre alt) sind.

Genauso jung wie eine Bande Juwelenräuber, die am 1. März auf genau die gleiche Weise 34 hochwertige Uhren im Wert von etwa 200 000 Euro beim Oberstdorfer Juwelier erbeuteten. Dort waren es vier Täter, von denen die Polizei mehrere Bilder der Videoüberwachung veröffentlichte.

„Die Münchner Polizei prüft zurzeit Parallelen zu diesen und anderen Fällen in Deutschland und Europa,“ bestätigt der Münchner Polizeisprecher Sven Müller. In Oberstdorf hat die Polizei Hinweise, dass es sich um junge Litauer handeln könnte, die die „Pink-Panther-Bande“ kopieren – eine hochkriminelle Räuber-Bande, die weltweit millionenschwere Raubzüge bei Juwelieren durchzog.

Im aktuellen Fall handelt es sich eher um junge „Pink-Pantherchen“, die aber nicht weniger gefährlich und professionell agieren. Der Münchner Fall wurde ans Kommissariat für Bandenkriminalität abgegeben. Juwelier Franz Bauer hat sich vom größten Schrecken erholt: „Ich bin so froh, dass niemand ernsthaft verletzt wurde. Uhren kann man ersetzen, Leben und Gesundheit nicht.“ 

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