Pläne kritisiert

Uneinigkeit bei Parklizenzen: Pläne in Untergiesing-Harlaching kritisiert

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Immer mehr Viertel werden zum Parklizenzgebiet.

In Untergiesing-Harlaching sollen heuer weitere Parklizenz-Gebiete ausgewiesen werden: Doch die Pläne für den Wettersteinplatz und die Schönstraße sind noch umstritten.

München - In Untergiesing-Harlaching sollen heuer weitere Parklizenz-Gebiete ausgewiesen werden: Die Schönstraße im Nord- und insbesondere im Südbereich beim Tierpark sowie der Wettersteinplatz samt einiger Umgebungsstraßen sind für diesen Herbst eingeplant. Doch die Ansichten zwischen städtischen Projektplanern und dem örtlichen Bezirksausschuss (BA) differieren derzeit noch deutlich.

Mitglieder des Bezirksausschusses fordern, das Hohlraum-Zwischengeschoß am U-Bahnhof Wettersteinplatz zum Tiefgaragen-Areal umzuwidmen, um dem wachsenden Parkdruck besonders in den Anliegerstraßen rund um das Grünwalder Stadion sinnvoll zu begegnen. Denn für die Parkscheinautomaten sei in manch enger Anliegerstraße viel zu wenig Platz. Das räumten auch Vertreter aus dem Planungs- und dem Kreisverwaltungsreferat gegenüber dem BA ein. „Wir verlangen, in die Entscheidungen eng eingebunden zu werden“, betonte der BA-Vorsitzende Clemens Baumgärtner (CSU). „Ich bin diese Schein-Untersuchungen am Wettersteinplatz leid. Warum wird hier nicht reines Anwohnerparken eingeführt und dafür endlich eine Tiefgarage am Wettersteinplatz installiert?“ Dem könnten alle Fraktionen wohl zustimmen, glaubt er.

Laut den Stadtvertretern soll in diesem Bereich aber Mischparken umgesetzt werden. Umgebungsstraßen wie die Volkmarstraße sollen nach den städtischen Planungen mit Automaten ausgestattet werden. Anwohner mit Parklizenz und Ortsfremde per Gebühr dürften hier parken. Problem: Einige der Straßen sind zu eng. Hier sollen Autofahrer mit Parkscheibe für „höchstens vier Stunden“ ihre Gefährte abstellen dürfen.

Doch im BA gibt es dafür wenig Applaus: „Das bringt zu wenig Entlastung für die Anwohner“, sind sich Andreas Ödinger (CSU) und Andreas Schreitmüller (SPD) einig. Gerade an den Fußball-Spieltagen im Grünwalder Stadion, wenn viele Parkmöglichkeiten als Sperrflächen für Rettung, Polizei und Co. ausgewiesen seien.

Gar ein „Modellprojekt“ plant die Stadt an einer anderer Brennpunktstelle im Stadtbezirk: Die südliche Schönstraße im Bereich des Tierparks soll an den Sonntagen während der Zoo-Öffnung ebenfalls als reines Anwohner-Parken ausgewiesen werden. Üblicherweise dürfen sonntags in anderen Bereichen auch Nicht-Anwohner parken. Im BA wurde die Forderung laut, diese einschneidendere Regelung „wenn schon, dann auch auf Anrainerstraßen auszuweiten“. Noch strittig bleibt die Situation im Norden. Hier will die Stadt reines Anwohnerparken – etwa unter der Candidbrücke – etablieren. Eine P+R-Anlage soll hier nicht das Bild prägen. Der Parkdruck dürfte dadurch allerdings nicht kleiner werden.

In der kommenden Sitzung will der Bezirksausschuss eine eigene Stellungnahme erarbeiten und der Stadt zur Kenntnisnahme überreichen.

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Harald Hettich

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