Anwohner wundern sich

Wegen Bahn-Bauarbeiten? Rätselhafter Alarm in Untergiesing

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Die Bauarbeiten an der Bahnstrecke in Untergiesing sollen langfristig für weniger Lärm sorgen - bis dahin wird's aber eher lauter.  

München - Eine seltsame Sirene sorgt in Untergiesing für Verwunderung. Im Halbstundentakt ertönt das undefinierbare Geräusch. Was es mit dem rätselhaften Alarm auf sich hat... 

Seit einigen Tagen und immer im Abstand von etwa einer halben Stunde heult es in Untergiesing. Anwohner, die sich die Herkunft des seltsamen Geräusches nicht erklären können, haben sich an unsere Redaktion gewandt. Der Ton, so schreiben sie, sei so laut, dass man ihn sicherlich auch in anderen Stadtviertel hören könne.

Ein Anruf bei der Deutschen Bahn bringt Aufklärung: Das Geräusch hängt mit den derzeitigen Maßnahmen zur Brückenentdröhnung  im Viertel zusammen. Es handele sich um eine automatische Warnanlage, erklärt Bahn-Sprecher Bernd Honerkamp. "Wir bauen dort intensiv, auf dem anderen Gleis herrscht intensiver Zugverkehr", sagt er. "Die Warnanlage dient dazu, die Bauarbeiter zu warnen, wenn ein Zug kommt. Deshalb muss sie natürlich lauter sein als die Baumaschinen". Ein solche Anlage sei gesetzlich vorgeschrieben. Die Anwohner seien darüber mit Postwurfsendungen informiert worden.  

Möchte man das vermeiden, müsste man Strecke komplett sperren. Doch über die Trasse fahre nicht nur der Meridian, sondern der gesamte Zugverkehr Richtung Österreich und Italien, erklärt der Bahnsprecher. Nur beim Güterverkehr war es möglich einige Züge umzuleiten, auch die Südostbayern-Bahn habe man von der Strecke genommen, sie ende derzeit am Ostbahnhof.

Für die Anwohner ist das sicherlich nicht ganz angenehm, aber immerhin - die Bauarbeiten dienen ja einem guten Zweck - wenn alles fertig ist, rumpeln die Züge viel leiser durchs Viertel.     

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