Bürgerentscheid zu geplanten Bürotürmen

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Sieht die Münchener Skyline bald ganz anders aus?

München - Am Sonntag entscheiden die Unterschleißheimer über die Zukunft von zwei geplanten 53 und 85 Meter hohen Büro-Türmen.

20 135 Wahlberechtigte sind aufgerufen, darüber abzustimmen, ob die Stadt beim Bau von Hochhäusern die Höhe auf maximal 50 Meter begrenzt. In München hatten sich Bürger im Jahr 2004 dafür ausgesprochen, dass auch außerhalb der Stadtautobahn Mittlerer Ring keine Hochhäuser über 99 Meter Höhe mehr gebaut werden dürfen.

„Wir wollen, dass die Entwicklung gebremst wird und etwas maßvoller läuft“, sagte Martin Birzl von der Bürgerinitiative „Stadt mit Maß“ am Samstag. Die Bürger seien über die Planungen der „Menlo-Tower“ im Vorfeld nicht ausreichend informiert worden. „So geht das heute nicht mehr. Wir wollen, dass der Bürger Informationen erhält und gefragt wird.“ Die Stadt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Geplant sind die zwei Büro-Türme im Westen der Stadt. Nach Birzls Angaben sind in den aktuellen Planungen 51 000 Quadratmeter für Büro- und 14 000 Quadratmeter für Parkplatzflächen vorgesehen. Es sollen rund 2000 Arbeitsplätze entstehen. Birzl hat Befürchtungen, dass der Pendlerverkehr die ohnehin belastete Stadt „erdrückt“. Auch gebe es aktuell einen Wohnungsnotstand und damit kaum Platz für neue Mitarbeiter, die nach Unterschleißheim ziehen möchten.

Birzl ist zuversichtlich, dass das Votum zugunsten der Hochhaus-Gegner ausfällt. Wenn am Sonntag 20 Prozent der Wahlberechtigten, also rund 4000 Wähler mit „Ja“ stimmen und sich damit für eine Begrenzung auf 50 Meter aussprechen, sei sein Ziel erreicht. Die Bürgerinitiative hatte im Herbst 2011 insgesamt 2012 Unterschriften für den Bürgerentscheid gesammelt.

Wichtiger als ein Sieg ist Birzl, auf das Thema aufmerksam zu machen. „Unser Hauptziel, eine Diskussion zur Hochhausentwicklung anzustoßen und den Bürger entscheiden zu lassen, haben wir bereits erreicht.“ Wenn sich die Bürger für die Türme aussprechen, sei das für ihn absolut in Ordnung. „Das ist Demokratie.“

dpa

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