Überprüfung des Münchner Wegenetzes

Untersuchung: Münchner Radwege brandgefährlich

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Am Königsplatz gibt es keinen Radweg.

München - Zu schmal, zu holprig, zu unübersichtlich: Der Bund Naturschutz hat Münchner Radwege getestet und warnt die Radler vor den heftigsten Stellen.

„Wer hier fährt, schwebt permanent in höchster Gefahr“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer Martin Hänsel.

Fünf beliebte Radl-Strecken mit einer Gesamtlänge von 53,7 Kilometer hat der Verein unter die Lupe genommen: vom Odeonsplatz zur Ungererstraße, vom Sendlinger Tor zum Luise-Kiesselbach-Platz, vom Odeonsplatz nach Nymphenburg, vom Isartor zum Innsbrucker Ring und vom Romanplatz zum Frankfurter Ring. Auf allen Abschnitten haben die Tester Punkte für die Breite, die Art (Fahrradstreifen, Rad- und Gehweg getrennt …) und den Zustand der Wege vergeben sowie die Sicht an Kreuzungen bewertet.

Auf mehr als der Hälfte der getesteten Strecken haben Radler weniger als 1,60 Meter Platz. Diese Mindestbreite nennt die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen in ihren Empfehlungen. Nur ein Bruchteil der untersuchten Radwege ist, wie empfohlen, breiter als zwei Meter. Das wäre nötig, damit schnellere Radler die langsameren gefahrlos überholen können.

Der Bund Naturschutz bemängelt außerdem aufgerissene Straßenbeläge, zu wenig Seitenabstand zu parkenden Autos und unübersichtliche Kreuzungen. Er fordert von der Stadt den Ausbau der Radwege auf den Hauptverkehrsrouten. „Schon jetzt gibt es auf den Radwegen praktisch keinen Spielraum mehr, um zusätzliche Menschen zum Radeln zu motivieren“, sagt Hänsel. Um mehr Übersicht an Kreuzungen zu schaffen, dürfe die Stadtverwaltung nicht davor zurückschrecken, Parkplätze abzubauen.

Bea

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