Prognose im Überblick

Heftiges Unwetter: Bange Momente in bayerischer Gemeinde - Ortsteile wegen „Absturzgefahr“ gesperrt

Wetter-News für München und Bayern: Ein Unwetter über dem Landkreis Rosenheim sorgte für massive Schäden.

Update vom 29. Juli, 6.51 Uhr: Der durch das heftige Unwetter im südlichen Oberbayern beschädigte Kirchturm von Halfing ist offenbar nicht einsturzgefährdet. Ein Statiker, der zur Untersuchung des Turms vor Ort war, habe Entwarnung gegeben, teilte das Landratsamt Rosenheim am Mittwochabend mit. Etwa 200 in Sicherheit gebracht Menschen konnten demnach wieder nach Hause.

Mit schwerem Gerät arbeiten Helfer an einem vom Unwetter teils zerstörten Wohnhaus in Hofbau bei Halfing.

Wegen der Unwetterschäden sei allerdings die Kirchturmspitze von innen gesichert worden, hieß es. Zudem bestehe Absturzgefahr bei den Zinnen an den vier Seiten unterhalb der Kirchturmspitze. Deshalb sollten in der Nacht weitere Sicherungsmaßnahmen getroffen werden. Teile des Orts blieben vorerst gesperrt.

Update vom 28. Juli, 18.44 Uhr: Unwetter mit Starkregen und Orkanböen haben im südlichen Oberbayern Dächer abgedeckt, Gebäude beschädigt und Straßen überflutet. Die Integrierte Leitstelle Rosenheim habe 119 Einsätze am Mittwochnachmittag im Landkreis gemeldet, sagte eine Sprecherin des Landratsamts. Besonders die Gemeinde Halfing sei betroffen, dort wurden demnach mehrere abgedeckte Häuserdächer und vollgelaufene Keller gemeldet.

Unwetter-Chaos in Bayern: Superzelle entlädt sich über Landkreis - massive Schäden

Zur Koordinierung der Einsätze wurde eine Einsatzleitung vor Ort eingerichtet. Weitere Details konnte die Sprecherin zunächst nicht nennen. Auch im benachbarten Landkreis Traunstein stürzten wegen des Unwetters Bäume um, Straßen wurden überflutet, mehrere Keller standen unter Wasser. Nach Angaben der Integrierten Leitstelle Traunstein wurden am Mittwoch etwa 180 Unwetter-Einsätze in der Region gemeldet.

Update vom 28. Juli, 14.17 Uhr: Kurze Verschnaufpause im Freistaat: Aktuell erstrahlt die DWD-Warnkarte in defensivem Grün. Allerdings bleibt „bis zum frühen Abend in Südbayern und in der südlichen Oberpfalz geringes, an den Alpen erhöhtes Risiko für einzelne Gewitter“. Lokal kann es dabei zu Starkregen kommen.

Am Alpenrand sind jedoch auch „unwetterartige Gewitter“ möglich. Begleiterscheinung könnte dann laut DWD-Prognose auch Hagel mit Korngrößen um zwei Zentimeter sein.

Unwetter-Lage in Bayern: Amtliche Warnungen liegen vor

Update vom 28. Juli, 13.45 Uhr: Langsam aber sicher verlagert sich das Unwetter-Geschehen an den südöstlichen Rand des Freistaats. Amtliche DWD-Warnungen (Sturmböen, Starkregen und „kleinkörniger Hagel“) liegen nun für die Landkreise Altötting und Traunstein sowie das Berchtesgadener Land vor. Die weiteren Nachmittagsstunden dürfte es dort „spannend“ bleiben.

Update vom 28. Juli, 12.11 Uhr: Die DWD-Warnkarte beginnt sich zu einfärben. Etwa für die Landkreise Rosenheim, Miesbach und Traunstein liegen jetzt (und noch bis 13.30 Uhr) amtliche Warnungen vor starkem Gewitter vor: „Von Südwesten ziehen Gewitter auf. Dabei gibt es schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h sowie Starkregen.“ Zur Stunde ist die Landeshauptstadt von der Prognose noch nicht betroffen.

Die DWD-Warnkarte am Mittwochmittag

Neben den oben genannten gilt die DWD-Warnung für folgende Landkreise:

  • Mühldorf
  • Ebersberg
  • Wasserburg am Inn

Neue Unwetter bahnen sich an - obwohl Bayern-Warnkarte zunächst harmlos erscheint

Ursprungsmeldung:

München - Das Wetter in Bayern bleibt instabil. Am Mittwoch (28. Juli) warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor erhöhter Gewittergefahr - vor allem am Alpenrand. Vereinzelt können diese Gewitter demnach unwetterartig ausfallen und 30 Liter Starkregen pro Quadratmeter, Hagel und Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten an die 80 Stundenkilometer mit sich bringen.

Zu den Hintergründen schreibt der DWD: „Am Rande eines Tiefdrucksystems bei den Britischen Inseln gelangt mit südwestlicher Strömung zunächst weiterhin warme und feuchte Luft subtropischen Ursprungs nach Bayern.“ Zu Tagesbeginn erstrahlte die Warnkarte der Behörde allerdings in ungewohnt „harmlosem“ Grün; am Vormittag lagen für die Landeshauptstadt und weitere Regionen des Freistaats keine amtlichen Warnungen vor.

Bewohner Münchens steht ein wohl ein vornehmlich regnerischer Mittwoch bevor. In den Mittagsstunden könnten sie womöglich dennoch kurz zusammenzucken. Für 13 Uhr hat das Portal wetteronline eine hohe Gewitterwahrscheinlichkeit für die Isar-Metropole prognostiziert.

München-Gewitter prognostiziert, dann soll‘s zunächst freundlicher werden

Regnerisch dürfte es am Nachmittag weitergehen, bis freundliche Abendstunden Vorboten eines sommerlichen Donnerstags (bei Temperaturen bis zu 24 Grad) werden sollen.

Brütende Hitze und sintflutartige Regenfälle - in München in diesem Sommer keinesfalls ungewöhnlich. Und das Ende des Tropen-Sommers ist noch nicht in Sicht, wie Experten nun in ihrer Langzeit-Prognose verraten haben.

Rubriklistenbild: © dpa/Matthias Balk

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