Unwetter in München und Bayern

So schön zucken 200.000 Ampere

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Ein Gewitter in der Nacht zum Sonntag in München

München - Es zuckte, es krachte und grollte: Mit mehreren tausend Volt haben sich am Wochenende heftige Gewitter über München und Bayern entladen.

Dieses Foto entstand am Samstag bei Seeshaupt am Starnberger See

Stromstärken bis zu 200.000 Ampere (Steckdosen in Haushalten sind mit 16 Ampere gesichert) haben auf den Nachthimmel ein einzigartiges Blitzspektakel gezaubert. In vielen Teilen Bayerns ist es durch Starkregen, Sturm und Hagel allerdings zu erheblichen Schäden gekommen.

Starke Gewitter sind am Sonntagnachmittag etwa über Schwaben und die Oberpfalz gezogen. Die Bahnstrecke Augsburg-Ulm wurde wegen umgestürzter Bäume gesperrt.

Insgesamt gingen mehrere hundert Notrufe bei der Polizei ein. Die Höhe der Schäden blieb zunächst unklar. Ein Mensch erlitt schwere Verletzungen, als in Neu-Ulm bei einer Veranstaltung eines Hundesportvereins ein Zelt einstürzte. Mindestens zehn weitere Menschen wurden bayernweit verletzt.

Wegen kleinerer Überschwemmungen sowie Verkehrsschildern und Ästen, die auf die A 8 geflogen waren, staute sich vielerorts der Verkehr zwischen Augsburg und Ulm.

In Sigmaringen (Baden-Württemberg) verwüstete ein Unwetter ein großes Zeltlager, die 2500 Pfadfinder konnten sich in eine Kaserne retten. 38 von ihnen mussten medizinisch versorgt werden, zehn wurden verletzt

Für die nächsten Tage sagt der Deutsche Wetterdienst weitere Gewitter vo­raus. Die werden nur wenig Abkühlung bringen: Bis Donnerstag soll es weiter heiß bleiben.

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