40.000 Menschen in den Freibädern

Urlaub dahoam! Hitzerekord bei 33,6 Grad

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Tausende Münchner genossen die Sonne am Flaucher.

München - Dieses Wochenende war rekordverdächtig: Am Samstag erlebten die Münchner den bislang heißesten Tag des Jahres – Tausende strömten zum Baden.

Die Schulferien beginnen eigentlich erst am Mittwoch. Doch das Wochenende versetzte uns bereits jetzt in beste Ferienlaune. Wer konnte, zog mit der Familie ins Freibad oder zum See. Oder kaufte der Liebsten ein Eis im Café. Und bis Mitternacht schmeckte die ein oder andere Mass mit den Spezln in den Biergärten. Kurz: Dieses Juli-Wochenende war Urlaub dahoam!

In der Münchner Innenstadt wurden am Samstag satte 33,6 Grad gemessen – das war der bislang heißeste Tag des Jahres. Also nichts wie rein ins Wasser: In den acht Münchner Freibädern plantschten mehr als 40.000 Menschen. „Davon besuchten alleine 9000 das Dantebad, da war es richtig voll“, sagt Bettina Hess von den Stadtwerken. Bis zu 30.000 Badefreunde tummelten sich an Langwieder See, Lußsee und Birkensee. Die Stimmung: Wie im Urlaub. „Alle hatten Spaß, alles blieb friedlich“, berichtet Michael Guess von der Wasserwacht.

Nach dem Baden zog es viele zu Maß, Hendl und Obazdn. In Münchens zweitgrößtem Biergarten, dem Augustinerkeller, tummelten sich am Samstag 5500 Gäste, beim Sommerfest am Freitag waren es sogar 6000. Geschäftsführer Thomas Walkusch freut’s: „Das waren nach dem WM-Finale die zwei besten Tage des Jahres.“

Nach der großen Hitze durch Hoch Aymen kommt jetzt die kalte Dusche mit Tief Paula: „Montag wird es schwül-warm, es gibt bis Dienstag Gewitter, zum Teil sogar mit Starkregen“, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Es regnet 40 bis 80 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden. Normal sind vier oder fünf Liter pro Stunde.“ Haben wir das überstanden, ist am Wochenende wieder Urlaubsstimmung angesagt bei Temperaturen um 28 Grad.

Plantsch-Demo für Isar-Bad

Die Protestplantscher.

Das Verbot von 1976 soll endlich baden gehen: Isarlust und Urbanauten wollen den Badebann an der innerstädtischen Isar kippen. Zum Europäischen Flussbadetag „Big Jump“ eröffneten sie am Sonntagnachmittag ein „Temporäres Flussbad“. Allerdings kamen trotz anfänglich rund 30 Grad nur wenige Protestplantscher an die Reichenbachbrücke. Vielleicht schreckte auch das bevorstehende Gewitter ab.
Stadt und Wasserwirtschaftsamt hatten für die Badedemo eine Ausnahmegenehmigung erteilt, DLRG war vor Ort, die Veranstalter hatten eine eigene Versicherung dafür abgeschlossen. Da sieht man schon, wie verworren die Rechtslage ist, nicht umsonst doktert die Stadt seit Jahren an einer neuen Badeverordnung. Dazu gibt’s am Donnerstag eine Diskussion auf der Kiesbank an der Reichenbachbrücke.

Über 2100 Gäste am Kiosk

Über 2100 Leute zog es allein am Samstag zum Kiosk an der Reichenbachbrücke, um sich zum Beispiel mit einer Schnitzelsemmel (2,95 €) zu stärken. Die Geschäftsführer Harald Guzahn und Markus Thierer freut’s. Bis früh um 5 waren vier Mitarbeiter im Einsatz. Einziges Problem, so Guzahn: „Es gibt zu wenige städtische Mülleimer. Deshalb habe ich zwei Helfer eingestellt, die ab 6 Uhr früh alles sauber machen.“

Viele tausend Kugeln

„Freitag und Samstag waren die umsatzstärksten Tage in diesem Jahr“, freut sich Max Eisenrieder, Geschäftsführer vom Café Münchner Freiheit. „Wir haben mehrere tausend Kugeln Eis verkauft. Und alle Gäste waren total entspannt!“ Bis abends um 21 Uhr kamen die Münchner fürs Eis. Die Lieblingssorten sind gerade Mango mit Kokos und schwarze Schokolade. Oder gleich ein Erdbeer-Eisbecher. Eisenrieder: „Der ist bei der Hitze nicht zu schlagen.“

Spaß im Seehaus

Der heißeste Tag in diesem Jahr sorgte tagsüber eher für ruhige Stimmung im Seehaus. Der Abend machte dann alles wett: „Ab 18 Uhr gab es den Riesenansturm“, sagt Andreas Kratzer (Foto), stellvertretender Biergartenleiter. „Der Biergarten war schnell voll.“ Da passen rund 2500 Leute rein! Bis Mitternacht ließen sich die Gäste Hunderte von Massen, aber auch Radler und Russn schmecken - und dazu vor allem saure Schmankerl wie Obazda und Wurstsalat.

mw

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