Urteil am Landgericht

Alines Mörder handelte mit „absolutem Vernichtungswillen“

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Der Angeklagte Michael P. im Verhandlungssaal des Landgerichts in München. P. soll seine damalige Lebensgefährtin Aline K. aus Eifersucht heimtückisch erwürgt haben.

München - Im Prozess um den Mord an der 31-jährigen Aline K. in München ist das Urteil gefallen. Ihr Lebensgefährte muss jetzt lebenslang ins Gefängnis. Zuvor hatten die Verteidiger für sieben Jahre Haft plädiert.

Der Lebensgefährte von Aline K. muss lebenslang in Haft. Das Landgericht München I verurteilte ihn am Freitag wegen Mordes. Die Verteidigung hatte auf sieben Jahre Haft wegen Totschlags in einem minderschweren Fall plädiert.

„Der Angeklagte hat Aline K. heimtückisch getötet“, sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung. „Wer eine körperlich klar unterlegene Person über mehrere Minuten mit beiden Händen würgt“, der handle „mit absolutem Vernichtungswillen“. Noch Tage nach der Tat hätten dem Angeklagten Daumen und Unterarme geschmerzt, sagte der Richter.

Michael P. gestand den Mord an seiner Lebensgefährtin vor Gericht

Der Wachmann hatte vor Gericht zugegeben, seine Freundin im Oktober 2015 erwürgt zu haben, nachdem er herausgefunden hatte, dass sie sich in einen anderen Mann verliebt hatte. Die Leiche der Frau wurde nach wochenlanger Suche in einem Kellerschacht im Westen Münchens gefunden. „Der Angeklagte tötete seine Lebensgefährtin aus Wut und Verzweiflung.“

Ihre Leiche wurde nach wochenlanger Suche in einem Kellerschacht im Westen von München gefunden. Zuvor hat er seine Freundin Aline auf der Couch erdrosselt. Im Prozess am Landgericht wurde die kaputte Seele von Alines Mörder offenbar.

Gericht erkannte besondere Schwere der Schuld nicht

Bei dem Prozess am Landgericht hatte die Staatsanwaltschaft Lebenslang für den Mord an Aline und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld für den Lebensgefährten der Frau gefordert. Zur Begründung sagte der Staatsanwalt: Der 30-Jährige habe seine Lebensgefährtin, die sich von ihm trennen wollte, am 8. Oktober 2015 heimtückisch und aus niederen Beweggründe ermordet und anschließend in dem Schacht abgelegt. 

Die Kammer folgte mit dem Urteil weitgehend den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die allerdings auch noch die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert hatte. Das Gericht erkannte diese jedoch nicht. Die Verteidigung hatte auf sieben Jahre Haft wegen Totschlags in einem minderschweren Fall plädiert.

Der Wachmann hatte die Angehörigen seiner Freundin im Prozess um Verzeihung gebeten: „Mir ist bewusst, dass ich einen Menschen getötet habe und dass ich das nicht mehr gutmachen kann.“

dpa

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