Urteil 23 Jahre nach Mord

Er biss in Kittys Schlagader - Lebenslänglich!

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Kleines Bild: Opfer Elisabeth G., genannt Kitty. Großes Bild: Zu lebenslanger Haft verurteilt: Ismat O.

München - 23 Jahre nach dem Mord an Elisabeth G., genannt Kitty, wurde Ismat O. nun zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Richter sagte, er habe "zur Befriedigung seines Geschlechtstriebs" getötet.

Lebenslange Haft wegen Mordes! Entsetzt hörte Ismat O. (45) am Montag den Urteilsspruch des Schwurgerichts. Der gebürtige Libanese hatte vehement bestritten, die damals 63-jährige Witwe Elisabeth G. (genannt Kitty) am 9. September 1990 getötet zu haben.

23 Jahre lang war das schreckliche Verbrechen vor Kittys Wohnung in Schwabing ungeklärt gewesen. Der Täter hatte schrecklich gewütet: Er hatte sein Opfer brutal gewürgt. Er biss in Kittys Hals, zerfetzte die Schlagader. Er zerriss die Bluse der Sterbenden. Dann schändete der Täter die Leiche der Frau.

"Er tötete zur Befriedigung seines Geschlechtstriebes"

Ein DNA-Treffer führte schließlich auf die Spur Ismat O.s, der zur Tatzeit erst 22 Jahre alt war. Isamat O. zog damals viel durch die Schwabinger Kneipen. Am Tatabend muss er Elisabeth G. begegnet sein. Kitty war auf Sex mit jungen Männern aus. Sie nahm laut Anklage Ismat O. mit zu ihrer Wohnung in der Heßstraße.

Nach Ansicht der Ermittler muss die Stimmung vor der Wohnung gekippt sein. Kitty wollte ihren Liebhaber wohl im Hausflur loswerden, deshalb soll er ausgerastet sein.

Der Indizienprozess hatte am 9. September 2013 begonnen. „Er war nicht bereit, ihre Zurückweisung zu akzeptieren“, sagte Richter Matthias Gröschel am Montag zum Urteil. Und: „Er tötete zur Befriedigung seines Geschlechtstriebes.“

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