Frau unterliegt vor Gericht

Urteil: Im Zweifel immer Haupteingang nehmen!

München - Eine Münchnerin hat ein Einkaufszentrum durch einen Notausgang betreten, war ausgerutscht und hatte sich schwer verletzt. Als sie nun auf Schmerzensgeld klagte, unterlag sie vor Gericht. Die Begründung:

Wer die Wahl hat, nutzt am besten immer den Haupteingang – sicher ist sicher! Das ist die Quintessenz eines aktuellen Urteils des Amtsgerichts Münchens. Im konkreten Fall hatte eine Münchnerin (64) geklagt. Sie betrat an einem verregneten Novembertag im Jahr 2012 ein großes Münchner Einkaufszentrum durch einen Noteingang, an dem keine Schmutz- oder Rutschmatten lagen. Kurz hinter dem Eingang rutschte sie auf einer nassen Stelle aus und erlitt eine Sitzbeinprellung, einen Muskelfaserriss und einen Schaden am Innenmeniskus. Sie verklagte die Eigentümerin und die Betreiberin des Einkaufszentrums auf Schmerzensgeld und Schadensersatz, da die feuchte Stelle nicht beseitigt worden war und keine Warnschilder aufgestellt waren. Der Richter wies die Klage ab: Für einen Notausgang, der erkennbar nicht für den Publikumsverkehr gedacht ist, gilt nur eine eingeschränkte Verkehrssicherungspflicht. Da es sich im vorliegenden Fall um einen Notausgang handele, der nicht zum Betreten des Einkaufszentrums bestimmt ist, mussten hier keine besonderen Vorkehrungen getroffen werden.

tz

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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