Uschi Ackermann zieht vor Gericht

Society-Lady klagt wegen gemopsten Mops-Fotos

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Society-Lady Uschi Ackermann und Mops Sir Henry am Donnerstag vor Gericht.

München - Society-Lady Uschi Ackermann klagt gegen einen Verlag. Der soll ein Bild von ihrem Hund weiterverkauft haben, ohne die zugesagte Spende zu leisten.

Es war ein im wahrsten Sinne kaltschnäuziges Foto-Shooting, zu dem der Burda-Verlag im Jahr 2010 einlud: Bekannte Münchner kamen, um ihre Vierbeiner für einen Kalender ablichten zu lassen. Mit dabei waren zum Beispiel Schauspielerin Katerina Jacob mit ihrem „Buddy“ sowie Ex-„Marienhof“-Darstellerin Katrin Ritt mit Hund „Lennox.“ Und eben: „Sir Henry“, öfter im Rampenlicht der Münchner Bussi-Bussi-Gesellschaft stehender Mops von Society-Lady Uschi Ackermann. Die findet es einen dicken Hund, was der Verlag sich im Anschluss geleistet hat – und zieht nun samt Mops vor das Oberlandesgericht München, um „die Pfötchen zu erheben für den Tierschutz“, wie sie sagt.

Ackermann, Lebensgefährtin von Feinkost-Papst Gerd Käfer und seit Jahren im Tierschutz engagiert, ist sauer: „Ich habe damals auf ein Honorar verzichtet, weil der Verlag mir zugesichert hat, einen Teil des Erlöses für einen guten Zweck, nämlich den Tierschutz, zu spenden“, sagt sie. Nur durch Zufall habe sie dann aber davon erfahren, dass der Kalender „Hundeblicke 2011“ verkauft wurde, mit Mops Sir Henry auf dem Titelblatt – jedoch nicht von Burda herausgegeben.

Der Burda-Verlag, fand Ackermann heraus, hatte die Rechte an den Fotos weiterverkauft, an den Merkur Marketing Services Verlag in Detmold, dessen Tochterunternehmen zu den größten deutschen Herausgebern von Wandkalendern in Deutschland zählt. „Keiner der beiden Verlage hat bis heute wie abgesprochen eine Spende geleistet“, schimpft Ackermann. Sie sei arglistig getäuscht worden. Das Mops-Foto ist quasi einfach gemopst worden. Außerdem, berichtet Ackermann, habe „keiner der beteiligten Prominenten jemals ein Belegexemplar des Kalenders bekommen“, was sich ja zumindest gehöre.

Der tierische Zoff Ackermann gegen Burda geht nun sogar vor das Oberlandesgericht München. „Ich lasse mir das nicht gefallen“, sagt Ackermann – und fordert das zugesagte Geld für den Tierschutz ein. Einen schriftlichen Vertrag über die Spenden-Absprache hat Ackermann nicht, sie glaubt aber : „Ein Versprechen ist ein Ehrenwort.“

Ihren Sir Henry lässt die Society-Lady nun beim sozialen Netzwerk Facebook um Unterstützung beim Gerichtsverfahren werben. Im ersten Urteil, lässt der Mops dort wissen, habe der Richter erklärt, dass niemand Sir Henry kenne. „Wir wollen das Gegenteil beweisen“, „schreibt“ der Hund und ruft seine Fans auf, heute um 8.30 Uhr vor dem Gerichtsgebäude an der Prielmayerstraße 5 zu erscheinen – um ein Zeichen für den Tierschutz zu setzen. „Kommt zahlreich und bringt eure Zweibeiner und deren Freunde mit“, heißt es da. Wau.

Caroline Wörmann

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