Usher in München: Muskelshow ohne Seele

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Usher (Archivfoto)

München - Usher hat in der Olympiahalle nicht einfach ein Konzert gegeben, sondern eine Art Hip-Hop-Musical aufgeführt, das man in Anlehnung an einen Filmklassiker betiteln könnte: "Der Mann, der King of Pop sein wollte."

Was Aufmachung, Show und Gebaren angeht, hält sich Usher wohl für den legitimen Nachfolger von Michael Jackson. In der De-luxe- Macho-Ausgabe mit Muskel- bergen und Tattoos. Usher kann singen, tanzen und hat hohes musikalisches Potenzial. Für den King of Pop reicht es dennoch nicht, denn: An Seele mangelt es gewaltig, die Show umweht Eiseskälte. Es ist eine Perfektion, die man lieber bei Weltraumtechnik oder in der Hirnchirurgie sähe als bei -einem Auftritt, in dem jeder Song von Liebe handelt. Oder dem animalischen Trieb, der dahinter steht.

Also: Cooler Macker, heiße Miezen rauf und runter. Dazu reißt sich Usher gern mal das T-Shirt vom Leib, um seine Bauchmuskeln zu zeigen. Passend dazu: Der Hip-Hopper holt einen weiblichen Fan auf die Bühne und führt ihn regelrecht vor. Er gibt den Verführer und nutzt das als Showelement - das Mädchen ist völlig paralysiert. Vermutlich hat’s ihr dennoch gefallen. Wie den Fans in der Halle auch.

Z. Gojic

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