Valentin-Orden für die Klitschkos

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Günther Grauer und Elke Brauner von der Narhalla legen die beiden Klitschkos an die Kette

München - Jetzt ist es raus: Der Karl-Valentin-Orden 2012 der Münchner Faschingsgesellschaft Narhalla geht an die Boxweltmeister Vitali und Wladimir Klitschko. Die Laudatio wird ein anderes (fast) unschlagbares Doppel halten.

Damit stehen die Brüder in einer Riege mit (komödiantischen) Größen wie Loriot, Sir Peter Jonas oder Bully Herbig sowie Helmut Kohl oder sogar dem Papst (siehe unten).

Ob als superdicke Fitnessmuffel oder als sich zankende Streithähne beim Pausengenuss: Die Schwergewichtsboxer besäßen ein „komödiantisches Talent“, das sie in verschiedenen Werbespots immer wieder unter Beweis gestellt hätten, begründete die Narhalla ihre Entscheidung. Die 35- und 40-jährigen Brüder sind unter anderem in Werbefilmen von Milchschnitte, der Fitnesskette McFit sowie Warsteiner zu sehen.

Und was sagt der Münchner Box-Papst dazu? „Das passt“, glaubt Roland Suttner (60), Chef der Münchner Boxfabrik, der die Brüder schon seit über 25 Jahren kennt und ihnen immer wieder Sparringspartner vermittelt. „Ihr russischer Humor hat viel Ähnlichkeit mit dem Valentins.“ Und nicht nur das: Laut Suttner verfügt das Weltmeister-Duo auch über Kleinkunstpotenzial: „Die können zaubern. Die schaffen es tatsächlich, Dinge verschwinden zu lassen – und zwar nicht nur ihre Gegner!“

Ist Valentin den beiden denn überhaupt ein Begriff? Suttner empfiehlt dem bärenstarken Duo vor der Preisverleihung am 27. Januar sicherheitshalber eine Besichtigung des Valentin-Musäums. Die Laudatio am Festabend wird übrigens ein anderes (fast) unschlagbares Doppel halten: das Skifahrer-Ehepaar Rosi Mittermaier und Christian Neureuther.

Die bisherigen Preisträger

1973: Werner Finck

1974: Vicco von ­Bülow alias Loriot

1975: Sigi Sommer

1976: Gert Fröbe

1977: Franz Josef Strauß

1978: Luis Trenker

1979: August Everding

1980: Bruno Kreisky

1981: Sir Peter Ustinov

1982: Hans-Dietrich Genscher

1983: Georg Lohmeier

1984: Helmut Kohl

1985: Ephraim Kishon

1986: Emil Steinberger

1987: Norbert Blüm

1988: Rudi Carrell

1989: Joseph Kardinal Ratzinger

1990: Aenne Burda

1991: Peter Weck

1992: Jürgen ­Möllemann

1993: Harald Juhnke

1994: Kurt Wilhelm

1995: Otto Schenk

1996: Edmund ­Stoiber

1997: Mario Adorf

1998: Senta Berger

1999: Christian Ude

2000: Roman Herzog

2001: Thomas Gottschalk

2002: Christiane Hörbiger

2003: Alfred Biolek

2004: Fritz Wepper

2005: Helmut Dietl

2006: Sir Peter Jonas

2007: Iris Berben

2008: Günther Beckstein

2009: Hape Kerkeling

2010: ­Maria Furtwängler

2011: ­Michael „Bully“ ­Herbig

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