Unser neuer Gaudi-Bursch

Valentins-Orden für Til Schweiger

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Elke Brauner und Günther Grauer von der Narrhalla mit Schweiger-Porträt.

München - Es sind 15 Zentimeter feinvergoldetes Sterlingsilber. Ein echtes Schmuckstück, ebenso edel wie komisch: der Karl-Valentin-Orden! Jene Auszeichnung, die sich bald der Schauspieler Til Schweiger (48) umhängen darf.

Am 25. Januar bekommt er hier in München den Orden. Das hat die Faschingsgesellschaft Narrhalla gestern bekanntgegeben. Schweiger ist unser neuer Gaudi-Bursch!

Passt eh: Schweiger heißt mit zweitem Namen Valentin. Und: Er hat Breitenwirkung. Narrhalla-Chef Günther Grauer betonte extra, dass Schweiger schon seit über 20 Jahren ein Millionen-Publikum begeistert. Trifft zu, zweifellos. Und, so Grauer weiter: „Der bewegte Mann glänzt durch seine komödiantischen schauspielerischen Leistungen ebenso wie durch die valentinesken Wortfindungen seiner Filmtitel wie ,Keinohhasen‘, ,Zweiohrküken‘ oder ,Kokowääh‘.“

Seit 1973 wird der Orden verliehen - einmal jährlich an eine Persönlichkeit aus Politik, Kunst, Wissenschaft, Literatur oder Sport. Es zählt die „humorvollste beziehungsweise hintergründigste Bemerkung im Sinne von Karl Valentin“. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen Vitali und Wladimir Klitschko (2012), Papst Benedikt XVI. (1989), Helmut Kohl (1984) und Edmund Stoiber (1996).

Schweiger startete seine Karriere mit der Brachial-Komödie Manta Manta. In seinem Lebenslauf findet sich mit Knocking on heaven’s door aber auch eine tragische Rolle. Schweiger ist einer der wenigen deutschen Schauspieler, die Erfolge als Regisseur vorweisen können - beispielsweise mit Barfuss. Im kommenden Jahr wird er außerdem als Tatort-Kommissar loslegen. Eh schon ein Haufen der Ehre - und obendrauf gibt’s jetzt noch den Valentin-Orden. Gegossen wird das edle Stück seit jeher bei Hofgoldschmied Heiden. Albrecht „Burschi“ Heiden war 1956 selber Faschingsprinz. Sein Sohn Maximilian präsentierte das Schmuckstück. „Das ist ein Preis, der materiell wertvoller ist als der Oscar“, schwärmt er. Wobei Schweiger sicher nicht bloß auf den materiellen Wert schauen wird...

Die bisherigen Preisträger

1973: Werner Finck

1974: Vicco von Bülow alias Loriot

1975: Sigi Sommer

1976: Gert Fröbe

1977: Franz Josef Strauß

1978: Luis Trenker

1979: August Everding

1980: Bruno Kreisky

1981: Sir Peter Ustinov

1982: Hans-Dietrich Genscher

1983: Georg Lohmeier

1984: Helmut Kohl

1985: Ephraim Kishon

1986: Emil Steinberger

1987: Norbert Blüm

1988: Rudi Carrell

1989: Joseph Kardinal Ratzinger

1990: Aenne Burda

1991: Peter Weck

1992: Jürgen Möllemann

1993: Harald Juhnke

1994: Kurt Wilhelm

1995: Otto Schenk

1996: Edmund Stoiber

1997: Mario Adorf

1998: Senta Berger

1999: Christian Ude

2000: Roman Herzog

2001: Thomas Gottschalk

2002: Christiane Hörbiger

2003: Alfred Biolek

2004: Fritz Wepper

2005: Helmut Dietl

2006: Sir Peter Jonas

2007: Iris Berben

2008: Günther Beckstein

2009: Hape Kerkeling

2010: Maria Furtwängler

2011: Michael „Bully“ Herbig

2012: Wladimir und Vitali Klitschko

ahw

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