Direkt unter 15.000-Volt-Leitung

Vandalen bringen sich in Lebensgefahr

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Riskante Randale: Auf einem abgestellten Güterzug haben Unbekannte Neuwagen im Wert von 100.000 Euro demoliert.

München - Abgesehen davon, dass sie Neuwagen im Wert von rund 100.000 Euro beschädigt haben, haben Randalierer am Wochenende in Milbertshofen auch ihr Leben aufs Spiel gesetzt:

Ein abgestellter Güterzug am Rangierbahnhof in Milbertshofen – beladen mit Neufahrzeugen – war am vergangenen Wochenende Ziel von Vandalen, die erheblichen Sachschaden anrichteten.

Neunzehn Fahrzeuge einer deutschen Automarke wurden demoliert, indem Scheiben eingeschlagen, Fahrzeuge aufeinander geschoben und in Innenräumen Bedienungsinstrumente zerstört wurden. Nach dem sich bis dato ergebenen Schadensbild kann eine Schadenshöhe von über 100.000 Euro geschätzt werden. Zum Ermitteln der exakten Schadenshöhe musste der abgestellte Zug auf ein Nebengleis, ohne stromführende Oberleitung, rangiert werden. 

Der oder die Täter hatten sich in akute Lebensgefahr gebracht, als sie auf der oberen Laderampe des Autozuges ihre Schäden anrichteten. Die Oberleitung führte zum Tatzeitpunkt 15.000 Volt elektrische Spannung. Im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion war es in jüngster Vergangenheit zu zwei Stromunfällen mit fatalen Folgen gekommen. Ein Jugendlicher im Alter von 17 Jahren überlebte den Unfall nicht, der zweite junge Mann kämpft derzeit noch mit seinen erheblichen Verletzungen. Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich vor dem Besteigen abgestellter Züge. Es muss zu keinem direkten Kontakt mit der stromführenden Leitung kommen – ein Lichtbogen kann bis 1,5 Metern auf Personen überschlagen und tödliche Verletzungen zufügen

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