Vereinsbüro-Scheiben zerschlagen

Rechtsextreme Vandalen schlagen zu

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In der Nacht auf den 24. Mai wurden die Scheiben des Büros des Kurt-Eisner-Vereins e. V. bzw. der Rosa-Luxemburg-Stiftung eingeschlagen

München - In der Nacht auf Freitag haben Vandalen im Westend die Scheiben eines Vereinsbüros eingeschlagen. Es war nicht der erste Vorfall in dieser Gegend. Doch wer steckt hinter den Taten?

Schon wieder haben feige Attentäter einen Anschlag auf einen Verein verübt, der noch die Solidaritäts-Demo-Plakate für die Opfer der NSU-Morde im Schaufenster hängen hatte. Diesmal traf es das Vereinsbüro des Kurt-Eisner-Vereins, der zur Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört. Ein Anwohner der Westendstraße hörte in der Nacht zum Freitag um 3.05 Uhr einen lauten Knall. Er schaute aus dem Fenster und sah, dass vier Scheiben des Vereinsbüros in der Westendstraße 19 vermutlich mit einem Hammer oder einem ähnlichen Werkzeug eingeschlagen worden waren. Den oder die Täter sah er nicht mehr. Er rief die Polizei. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten die vermutlich aus dem rechtsextremen Spektrum stammenden Täter entkommen. „Die Neonazis wollen zeigen, dass sie da sind – und sie wollen einschüchtern. Ich bin hier allein im Büro. Da kriegt man schon ein mulmiges Gefühl“, sagte die Geschäftsführerin des Rosa-Luxemburg-Regionalbüros, Julia Killet.

Im Zusammenhang mit dem Prozess gegen Beate Zschäpe war bereits kurz vor Pfingsten das linksalternative Wohnprojekt in der Ligsalzstraße mit Farbbeuteln und Eiern beworfen worden. In der Nacht zum 12. Mai schließlich ritzten Neonazis das Wort „Anti-Antifa“ in eine Scheibe. Kurz danach wurden beide Schaufensterscheiben eingeschlagen. Auch hier konnten die Täter entkommen.

Zeugenaufruf: Personen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 4, Tel. 089/2910-0, in Verbindung zu setzen.

Dorita Plange

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