Das sagt das KVR

Ekel-Vorwürfe gegen Vapiano: Wie stark ist München betroffen?

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Die Filiale an der Richard-Strauss-Straße: Gegen die Kette wurden Ekel-Vorwürfe laut.

München - Bei Vapiano soll Gammelware wie grünliche Nudeln verkauft worden sein. Auch Münchner Filialen sind von den Vorwürfen betroffen. Das sagen das Unternehmen und das KVR.

Das dürfte Vapiano-Fans gar nicht freuen: Die Pizza- und Pastakette soll

laut Welt am Sonntag

bewusst abgelaufene Lebensmittel an Kunden verkauft haben

. Die Gammelware wie grünliche Nudeln oder unappetitliches Huhn soll in fünf Restaurants in Berlin, Frankfurt am Main, Hannover, Köln und auch München an die Kunden gebracht worden sein. 

Vapiano betreibt deutschlandweit 66 Filialen. In München gibt’s vier: Theatiner-, Richard-Strauss- und Kaflerstraße sowie Hackerbrücke. 

Welche der hiesigen Restaurants von den Vorwürfen betroffen seien, konnte ein Specher auf tz-Anfrage nicht sagen. „Die Vorwürfe haben uns selbst überrascht und wir sind schockiert. Wir gehen der Sache jetzt auf den Grund.“ 

In der Welt am Sonntag berichtet neben weiteren aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern Nina S., die bis vor kurzem Küchenchefin einer Münchner Filiale war: Eine ihrer Aufgaben sei es gewesen, Aufkleber mit dem unternehmenseigenen Haltbarkeitsdatum von Verpackungen zu kratzen. „Dadurch, dass die Waren so oft umetikettiert werden, wussten wir am Schluss gar nicht mehr, wie alt sie eigentlich sind.“ 

Ein anderer Münchner Mitarbeiter sagt: „Die Nudeln hatten manchmal einen grünlichen Schimmer.“ Ein Ex-Angestellter aus Hannover wird mit der Aussage zitiert, das Hühnchen habe zuweilen „eklig“ gerochen. Ein Frankfurter Vapiano-Chef habe gesagt: „Mach einfach den Wok heißer, dann schmeckt man es nachher nicht mehr.“ 

Vapiano verweist auf die „außergewöhnlich hohen internen Qualitäts- und Kontrollstandards“, die vom TÜV und vom SGS Institut Fresenius bestätigt worden seien. Gastronomen dürfen abgelaufende Lebensmittel grundsätzlich noch verkaufen. Sie müssen laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz nur „selbst dafür gerade stehen, dass die Ware noch genießbar“ ist. 

Das KVR hat die Münchner Filialen zwischen September 2014 und August 2015 mehrmals kontrolliert, so Sprecherin Daniela Schlegel gegenüber dem Münchner Merkur. Es habe keine Beanstandungen bei der Warenfrische gegeben. „Wir werden die Vorwürfe zum Anlass nehmen, die Betriebe nochmal verstärkt zu kontrollieren.“

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