Vater (23) misshandelt Baby

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Schweigt vor Gericht: der angeklagte Vater Andreas S. (23)

München - Andreas S. (23) muss sich vor Gericht verantworten. Er soll den knapp 13 Wochen alten Leon geschüttelt haben, bis das Baby bewusstlos zusammensackte.

Der knapp 13 Wochen alte Leon ließ sich nicht beruhigen. Da tickte der 23-jährige Vater laut Staatsanwaltschaft völlig aus: Andreas S. schlug und schüttelte das Baby, bis es bewusstlos zusammensackte. Erst dann kapierte der Münchner Student, was er angerichtet hatte. Der Notarzt konnte den kleinen Buben zwar retten, doch er wird sein Leben lang schwer behindert sein. Dem Vater wird jetzt der Prozess gemacht.

Andreas S. war am Morgen des 29. Juli 2011 mit dem kleinen Leon alleine zuhause, Mutter Sarah M. war bei der Arbeit. Der Staatsanwalt: „Infolge des massiven Hin- und Herschüttelns erlitt der Säugling möglicherweise einen Krampfanfall, er schrie, wurde blau im Gesicht und fiel dann leblos in sich zusammen.“

Der Täter alarmierte den Kinderarzt, verschwieg jedoch die Misshandlungen. Die Ärzte im Haunerschen Kinderspital konnten das Leben des kleinen Leon zum Glück retten. Dauerschäden sind jedoch bisher nicht abschätzbar.

Vor dem Landgericht schweigt Andreas S. zu den Tatvorwürfen. Sein Anwalt Timo Westermann will auf einen „Impfschaden“ hinaus. Leon war kurz vor dem Vorfall geimpft worden. Ob damit die Blutungen im Kopf des Kindes und Hämatome im Gesicht und am Po erklärbar sind? Der Prozess geht weiter.

E. Unfried

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