Lebenslange Behinderung

Geständnis: Vater misshandelte Kleinkind schwer

München - Ein Vater im Erziehungsurlaub hat vor dem Münchner Landgericht eine folgenschwere Misshandlung seiner sechs Monate alten Zwillingstochter gestanden. Er habe in einer Stimmung von „Wut und Hilflosigkeit“ das schreiende kleine Mädchen erst mit großer Wucht geschüttelt.

Als es immer noch brüllte, habe er es auf dem Sofa von einer Ecke in die andere geschleudert, bestätigte der 49-Jährige am Mittwoch den Vorwurf der Anklage.

Der frühere Haustechniker eines Fitnessstudios wählte den Notruf 110, als das Kind plötzlich still war, „die Atmung veränderte sich und die Augen nicht mehr reagierten“. Polizeibeamte wunderten sich über seine Ruhe. Das hirnverletzte Baby musste notoperiert und einige Tage ins künstliche Koma versetzt werden. Trotz eines späteren nochmaligen Eingriffs wird es körperlich schwer behindert bleiben, außerdem bleibt es auch in seiner geistigen Entwicklung eingeschränkt. Die 46 Jahre alte Mutter hat sich bisher zu den Vorwürfen gegen ihren Mann nicht geäußert. Sie halte an der Ehe fest, sagte der Verteidiger am Rande der Sitzung.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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