Vater bestreitet Tat

Hat er sein Baby fast totgeschüttelt?

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Der angeklagter Vater bestreitet die Vorwürfe.

München - Ein Vater soll seine kleine Tochter mehrmals geschüttelt und damit ihren Tod bewusst in Kauf genommen haben. Er muss sich vor Gericht verantworten.

Sie war erst ein paar Monate auf der Welt. Und musste schon so schreckliche Dinge erleben! Die kleine Lilly wird für immer schwerstbehindert bleiben – denn ihr kleiner Körper wurde brutal geschunden! Laut Anklage hatte Vater Daniel (23) sie mehrmals geschüttelt und ihren Tod bewusst in Kauf genommen. Nun steht er wegen versuchten Mordes vor Gericht.

Es sind grausige Vorwürfe, die Staatsanwältin Nicole Selzam gegen den jungen Mann aus Sauerlach vorträgt. Laut Anklage soll er genervt und überfordert gewesen sein, als die kleine Lilly Anfang Dezember 2014 laut schrie. Mutmaßlich wollte er Fernsehen und Pornovideos schauen und ärgerte sich, dass seine Tochter keine Ruhe gab. Aus einer „unbarmherzigen Gesinnung heraus“ soll Daniel J. sie dann im Badezimmer so fest geschüttelt haben, dass ihr Kopf „hin und her flog“ – ohne, dass Mutter Sarah (19) davon etwas mitbekam.

Baby erleidet Schädeltrauma mit Hirnödem

Die verheerenden Folgen für Lilly: Sie erlitt ein Schädeltrauma mit Hirnödem. Auch der Rettungsdienst konnte nicht viel für das Baby tun: In der Kinderklinik mussten Ärzte ihre Schädeldecke öffnen, damit sich der immense Druck lösen konnte. Mehrere Operationen folgten. Aber Lillys Gehirn und Schädeldecke sind seither schwer beschädigt. Ob sie überlebt, ist noch nicht sicher. Wenn, dann als Pflegefall, der intensive Betreuung braucht.

Vater Daniel scheint das noch nicht begriffen zu haben. „Ich freue mich schon, meine Tochter aufwachsen zu sehen“, sagte er gestern vor Gericht. Seine Stimme klang fürsorglich, wenn er über seine Familie spricht. Über Lilly, „mein süßes Baby.“ Und Sarah, „meine hübsche Ehefrau“. Beide hat er seit Dezember kaum gesehen, seit er in U-Haft sitzt. Seine Haft könnte sich nun über Jahre ziehen.

Die Tat streitet Daniel J. trotz erdrückender Indizien bislang ab. Angeblich habe er nur mit seiner Tochter gespielt. Wie genau, das musste er im Gerichtssaal vormachen. „Morgens schrie sie dann auf einmal ganz anders und rang nach Luft. Ich führte eine leichte Herzdruck-Massage durch und rief den Notarzt.“ Die Verletzungen könne er sich aber nicht erklären. Die bange Frage: Was weiß seine Frau Sarah? Sie hat bereits angekündigt, die Aussage zu verweigern.

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