Veolia Verkehr springt ab

Werkstattprojekt für Meridian gestoppt

München - Um die Meridian-Triebzüge zu warten, planten die Stadtwerke München gemeinsam mit dem Betreiber Veolia Verkehr eine Werkstatt aufzubauen. Nun sprang Veolia überraschend ab.

35 neue Meridian-Triebzüge sollen den Regionalverkehr zwischen München und Salzburg sowie auf der Mangfalltalbahn (Holzkirchen – Rosenheim) in Zukunft verstärken. Bisher hatte das Mutterunternehmen Veolia Verkehr geplant, für die laufende Wartung dieser Triebzüge eine neu zu bauende Werkstatt zu nutzen, die in Kooperation mit den SWM auf deren Gelände an der Ständlerstraße in München entstehen sollte. Nun hat dieDFirma überraschen Abstand von diesem Plan genommen.

Wie die Stadtwerke München nun in einer Pressemitteilung bekannt gaben, hat Veolia nun überraschend mitgeteilt, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen keine Möglichkeit sehe, das gemeinsame Projekt Eisenbahnwerkstatt Ständlerstraße weiter-zuführen. Das Genehmigungsverfahren für diese Werkstatt durch die Regierung von Oberbayern sind bereits weit fortgeschritten.

Bisher habe Veolia lediglich den Wunsch geäußert, die Vertragskonditionen den geänderten zeitlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Veolia Verkehr habe aber immer betont, man wolle am Werkstattprojekt festhalten, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Nachverhandlungen wurden umgehend aufgenommen, allerdings dann seitens Veolia Verkehr verschoben, weil man sich zunächst um die akuten Probleme im Meridian-Betrieb kümmern wolle. Auf Grund des überraschenden Ausstiegs von Veolia habe man bei den SWM am Freitag umgehend die Regierung von Oberbayern informiert und um Einstellung des Genehmigungsverfahrens gebeten.

Wie und wo Veolia Verkehr nunmehr die Wartung ihrer Triebzüge während der 15-jährigen Vertragslaufzeit mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft sicherstellen will, entziehe sich ihrer Kenntnis, teilten die SWM mit. 

Bei der für die Werkstatt bisher geplanten SWM Fläche handele es sich um eine Gewerbefläche (nicht mehr genutzte Teilfläche der MVG-Trambahn-Hauptwerkstätte) mit bestehendem Gleisanschluss zum DB-Netz. Sie hätte sich daher nach Auffassung von Veolia Verkehr wie auch von SWM/MVG für eine eisenbahnnahe Verwendung besonders angeboten.

Das Werkstattprojekt war für SWM/MVG interessant, weil damit Deckungsbeiträge für die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur für U-Bahn und Tram erzielt worden wären. Wir werden nun die Suche nach alternativen Nutzungsmöglichkeiten wieder aufnehmen.

mm

Rubriklistenbild: © dpa

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