Die tz lädt ein

Veranstaltungswoche zeigt, wie Stiftungen die Stadt bereichern

München - Es gibt eine ganze Reihe von Stiftungen, die sich den vielfältigsten Aufgaben verschrieben haben. Viele von ihnen präsentieren sich auf dem Münchner Stiftungsfrühling Ein konkretes Beispiel stellen wir Ihnen hier vor.

Ein Bergwerksbesuch in Südtirol.

München, die Stadt der großen Unternehmen. München, die Stadt der teuren Wohnungen und der schicken Läden. Aber es gibt tatsächlich auch noch das andere München: eine Stadt, in der man aufeinander achtet. Wo sich Leute Gedanken drüber machen, wie man das Leben für alle ein bissl besser machen kann. Zum Beispiel gibt es eine ganze Reihe von Stiftungen, die sich den vielfältigsten Aufgaben verschrieben haben – von der Kultur über Sport und Gesundheit bis hin zu sozialen Ideen. Viele von ihnen präsentieren sich auf dem Münchner Stiftungsfrühling – einer Veranstaltungswoche, die am 20. März in der BMW Welt beginnt. Mehr Informationen gibt’s im Netz bei muenchnerstiftungsfruehling.de. Ein konkretes Beispiel stellen wir Ihnen hier auf dieser Seite vor: die Josef Schörghuber-Stiftung für Münchner Kinder.

Hier macht Geld glücklich

Kinder beim Käse-Zubereiten.

Die Schörghuber-Gruppe ist eines der wichtigsten Unternehmen Münchens – unter anderem mit der Bayerischen Hausbau, mit Paulaner und mit Hacker-Pschorr als Aushängeschildern. Klar, dass da Millionen von Euro umgesetzt werden. Allerdings: Dieses Geld macht nicht bloß die Chefs glücklich, sondern auch andere Menschen. Münchner Kinder! Denn vor 20 Jahren wurde auf Anregung des Unternehmensgründers Josef Schörghuber († 75) die nach ihm benannte Stiftung ins Leben gerufen. Auf einem Grundstock von drei Millionen Mark und zusammen mit vielen Spendern kümmert sich die Stiftung um kleine Münchner. Sie macht es möglich, dass Kinder aus bedürftigen Familien an Ferienfahrten, Ausflügen, Freizeit-Aktivitäten und Schullandheim-Aufenthalten teilnehmen können, die ihnen sonst verwehrt bleiben würden. Eben einer der wenigen Fälle, in denen Geld tatsächlich glücklich macht – strahlende Kinderaugen beweisen es … Im Verlauf von zwei Jahrzehnten haben über 81 000 Kinder von der Förderung der Josef- Schörghuber-Stiftung profitiert. Und es sollen noch mehr werden! Quasi als Geburtstagsgeschenk hat die Schörghuber Unternehmensgruppe angekündigt, das Vermögen der Stiftung mit zusätzlichen 500 000 Euro zu unterstützen. Weil die Stiftung bei der Stadt angesiedelt ist, fallen keine Verwaltungskosten an. Die Spenden (in den vergangenen beiden Jahren je über 400 000 Euro) kommen direkt dem Stiftungszweck zugute.

Das steckt dahinter

Alexandra Schörghuber (56), Schwiegertochter von Josef Schörghuber, ist Schirmherrin der Stiftung – ein Herzensanliegen. Das Interview:

Wie aktuell ist das Anliegen der Stiftung heute?

Im Dezember 2014 übergab Alexandra Schörghuber einen Scheck über 411.000 Euro an OB Dieter Reiter.

Schörghuber: Sehr aktuell. Nicht umsonst hat der Stadtrat 2013 ein umfassendes Maßnahmenpaket aufgesetzt, das unser Anliegen voll unterstützt: Kein Kind soll in München aus finanziellen Gründen auf Ferien oder Freizeiten verzichten müssen. Nur reichen weder das Maßnahmenpaket allein noch die Mittel, die wir dank unserer vielen treuen Spender Jahr für Jahr zur Verfügung stellen können. Ich hoffe, dass uns diese noch lange erhalten bleiben und noch viele neue hinzukommen.

Als Schirmherrin sind Sie es, die gegenüber Spendern auftritt und sie zum Spenden animiert. Was motiviert Sie persönlich?

Schörghuber: Ich bin selbst Mutter. Ich weiß, wie viel es Kindern bedeutet, herumzutollen, Neues kennenzulernen, sich auch mit anderen zu messen. Während mein Mann und ich unseren Kindern dies immer bieten konnten, ist in anderen Familien oft nicht einmal Geld für das Allernötigste vorhanden. Wie will man da der Tochter oder dem Sohn den Schulausflug zahlen? Oder einen Tagesausflug in den Ferien? Und es gibt ihnen so viel!

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