Verband kritisiert „Schikane“

Münchner Polizei filzt Cannabis-Patienten stundenlang

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Eine Cannabis-Pflanze im Anbau: Die Droge bekommen Schwerstkranke in einigen Fällen auf Rezept.

Dass in Bayern die Polizei Cannabis-Nutzern viel Aufmerksamkeit schenkt, ist ein offenes Geheimnis. Jetzt wurde ein Schwerstkranker, der das Rauschmittel gegen starke Schmerzen braucht, lange gefilzt.

München - Nach Angaben des Cannabis-Patienten wurde er auf der Straße angehalten und dann auf die Wache gebracht. Das berichtet der BR. Der  50-Jährige habe dort den Beamten das Rezept für das legal in der Apotheke erworbene Cannabis und seinen Cannabis-Pass gezeigt. "Der junge Polizeibeamte hat sein auf der Polizeischule gelerntes Programm ohne Rücksicht durchgezogen“, zitiert der BR den Cannabis-Patienten. Und das dauerte am Samstagabend angeblich über drei Stunden.

"Verschwendung von Steuermitteln“

Der Münchner will nun Anzeige gegen die Polizei erstatten. Auch der  Cannabis-Verband Bayern (CVB) sieht den Fall als Schikane an. Es grenze an "Verschwendung von Steuermitteln, wenn die ermittelnden Beamten permanent an einem hilflosen Patienten ihre Such-Leidenschaft auslassen, bei der letztendlich nichts herauskommt".

Auf Nachfrage durch den BR gab auch die Polizei ein Statement ab. Man müsse die Echtheit des Rezeptes prüfen und auch, ob der Patient die Drogen legal erworben habe. "Wenn sich da Ungereimtheiten ergeben oder der Kontrollierte nicht mitwirkt, dann kommt es leider zu Verzögerungen", erklärte ein Polizeisprecher.

Video: 3 vergessene Gründe, wieso Cannabis heute verboten ist

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mab/Video: Glomex

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