Wir haben da einfach mal angerufen

"Ich möchte Ihr Auto kaufen"-Zettel sind verboten

Animation zum Autoverkauf: Immer wieder finden sich auch im Schongauer Raum kleine Kärtchen mit Handynummer an den Pkw, mit denen Autobesitzer zum Verkauf ihres Vehikels angeregt werden sollen. foto: spe

Schongau - Wer kennt sie nicht, die Visitenkarte am Auto, die ein Kaufwilliger hinterlassen hat. Erlaubt ist das Ganze allerdings nicht. Ein Selbstversuch in Schongau.

„Kfz-Ankauf aller Art“ steht auf der Karte, die dieser Tage wieder an so manchem Vehikel in Schongau angebracht war. Und weiter erfährt man, dass der Interessent, der sich Valentino nennt, Pkw, Lkw, Busse, Jeeps (auch mit hohem Kilometerstand), Leasingrückläufer, Unfallfahrzeuge oder Firmenfahrzeuge ankaufen möchte - quasi jedes zum Verkauf stehende Auto also.

Valentino soll rund um die Uhr erreichbar sein. Steht zumindest auf der Karte. Als wir ihn erreichen wollen, haben wir ihn auch tatsächlich sofort am Hörer. Dass er aus München komme, erzählt er, um dann gleich zu fragen, um welches Fabrikat es sich handele, welches Baujahr der Pkw sei und wie viele Kilometer bereits mit ihm gefahren worden seien.

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Und dann will er auch schon wissen, welche Preisvorstellung wir denn haben. Nachdem wir die genannt haben, verabschiedet er sich mit den Worten, mit seinem Interessenten reden und sich wieder melden zu wollen.

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Rechtens ist dieses Vorgehen übrigens nicht, wie aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf von 2010 erkennbar wird. Dort heißt es, dass „das Befestigen von Visitenkarten an auf öffentlichen Parkplätzen abgestellten Autos als eine genehmigungspflichtige Sondernutzung zu werten ist“. Hintergrund: Das Einverständnis des Halters zu dieser Form der Werbung sei nicht vorauszusetzen.

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Wie Valentino schließlich reagiert hat, als wir uns als Journalisten outeten und was es sonst noch für rechtliche Handhaben gibt: Die ganze Geschichte lesen Sie bei unserem Partnerportal merkur-online.de

(spe)

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