Rätsel um verdächtige Post an OB Ude gelöst

München - Nach dem Großalarm wegen einer verdächtigen Sendung an OB Ude ist der Fall aufgeklärt. Ermittler analysierten das Pulver und fanden den Absender. Zudem ist klar, welche Politiker solche Post ebenfalls bekommen haben.

Ein psychisch-kranker Mann hat den Großeinsatz der Polizei Dienstagfrüh im Rathaus am Marienplatz ausgelöst.

Wie berichtet, rieselte dort aus einem an OB Christian Ude adressierten Brief ein helles Pulver, das sich später als harmloser Baustoff (Quarzsand) erwies. Trotzdem waren Feuerwehr und Polizei vor Ort.

Weitere drei Briefe gingen bei der Münchner SPD, im Büro des ehemaligen Finanzministers und CSU-Vorsitzenden Theodor Waigel sowie bei Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch ein. Auch in anderen deutschen Städten – darunter Köln – gingen Quarzsand-Briefe ein.

In Bayern seien mindestens neun Briefe aufgetaucht, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) am Mittwoch in München.

Doch schnell führte die Spur zum Täter. Denn: Der etwa 35-jährige Täter aus dem Raum Karlsruhe hatte seine Adresse auf die Briefe geschrieben. In der Vergangenheit hatte er ähnliche Briefe in seiner Heimatstadt an Passanten verteilt. Die Polizei prüft, ob er strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden kann. Auch für die hohen Einsatzkosten von Polizei- und Feuerwehr soll er haftbar gemacht werden.

tz/dpa

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Verdächtiger Brief: Großeinsatz am Marienplatz

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