Anklage wegen Geheimnisverrats

Verfahren gegen Stadelheim-Vize eingestellt

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Stadelheim-Vize Dr. Jochen Menzel auf der Anklagebank.

Das Amtsgericht hat das Verfahren gegen den Vize- Leiter der Justizvollzugsanstalt Stadelheim wegen Verrats von Privat- und Dienstgeheimnissen eingestellt.

Dr. Jochen Menzel (63 )hatte im Herbst 2012 vor dem Prozess um den Mord an Staatsanwalt Tilman T. eine Zeitung über den dramatischen Gesundheitszustand des Todesschützen informiert. Dem diabeteskranken Rudolf U. war bereits der linke Unterschenkel amputiert worden, am rechten Fuß hatte sich ein Geschwür mit Infekt gebildet. Eine Ärztin sprach in einer Mitteilung an die Anstaltsleitung von einem „Stadium der Verwesung“, der Geruch sei „nicht mehr zumutbar“ für Personal und Mitgefangene. Der Prozess gegen U. konnte erst nach der Amputation des zweiten Unterschenkels beginnen.

Dr. Menzel hatte die Äußerungen der Ärztin in einem Interview weitergegeben. „Das war kein Geheimnis“, verteidigte sich der 63-Jährige. „Der Gesundheitszustand des Häftlings war über Monate Gegenstand intensiver Berichterstattung, betrieben von der Verteidigung.“ Der Todesschütze starb kurz nach seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft.

Die Einstellung des Verfahrens sei für ihren Mandanten eine „Erleichterung“, sagten Menzels Anwälte der tz.

JAM

 

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