Verführung in Schwabing: Sexy Wäsche-Jubiläum

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München - Die Wäsche-Firma Anita hat in Schwabing ihr 125-jähriges Jubiläum gefeiert. Es knisterte und flirrte an diesem Abend im plüschig-engen ­Rationaltheater vor sinnlicher Erotik.

Der Mund blutrot, die zarte Haut porzellanweiß, die enge Korsage nachtschwarz – als Stormy Heather die schmeichelnde Federboa zwischen ihren blanken Beinen durchzieht – „ssss ...“ da atmen die Ladys im Publikum hörbar aus. Es knistert und flirrt an diesem Abend im plüschig-engen ­Rationaltheater, das sich nur wenige Schritte hinter der Münchner Freiheit versteckt.

Genau das richtige Ambiente für eine private ­Burlesque-Show – frivol-erotisch, aber eben nie ganz nackt. Den Hauch von ­Etwas am Leib der Künstlerinnen – den lieferte Anita. Die Firma mit Sitz in Brannenburg feierte mit dieser verführerischen Show ihr 125. Firmenjubiläum.

Gründer Ernst Max ­Helbig hätte sich das 1886 wohl kaum träumen lassen – damals galten bereits ein nacktes Bein und ein unbekleideter Arm als aufreizend. Doch Dessous haben sich glücklicherweise aus dem strengen Sittenkorsett befreit – heute dürfen Spitzen, BHs und Korsagen mehr als nur hervorblitzen. Und sind auch showtauglich: „Ganz stark im Kommen ist der Retrotrend“, weiß Dessous-Designerin Katja Hartenstein.

Sie entwirft das Darunter für die Kundinnen von Anita, meist Frauen mit etwas mehr Rundungen. „Wir testen jedes Modell in jeder Größe an Probantinnen“, verrät Marketingleiterin Monika Gasser. „Und da wir 80 Prozent Frauen im Unternehmen sind, sind das natürlich auch wir selbst.“ Erst wenn die Entwürfe perfekt sitzen, nichts rutscht, nichts zwickt und dabei noch gut aussieht, geht das Stück in Produktion. Mittlerweile verkauft Anita weltweit hochwertiges, figurformendes, verführerisches Darunter.

Wie sexy Frau darin aussehen kann, zeigte Sängerin Elsie Marley an diesem Abend. In schwarzen Strapsen und Miederhosen schlüpfte sie in die Rolle der Sally Bowles aus dem Musical Cabaret – ­Liza Minelli, einst deren Paraderolle, wäre sicher neidisch geworden.

Nach diesem Abend, samt Strapsen und Strings, Höschen und Hotpants, beschlossen die meisten Frauen, mal wieder richtig einkaufen zu gehen: Laut einer kürzlich erhobenen Studie eines Dessous-Herstellers geben die Frauen in München am meisten Geld für ihre Unterwäsche aus: weit vor Hamburg, Berlin oder Köln. Da können sich die Männer an der Isar eigentlich nur freuen  ..

Maria Zsolnay

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