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Verkehrschaos in München: Aktivisten kleben sich an Straße - Polizei und Feuerwehr im Einsatz

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Von: Phillip Plesch

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Die Hand klebt an der Straße: Protestaktion in München.
Die Hand klebt an der Straße: Protestaktion in München. © Markus Götzfried

Mit einer bundesweiten Aktion wollten sie für Aufsehen sorgen. In München haben sich Aktivisten an die Straße geklebt - um genießbare Lebensmittel zu retten.

München - Der Verkehr stand erst einmal still. Eine Handvoll Aktivisten der Initiative „Essen Retten – Leben Retten“ hat am Freitagmittag die Münchner Frauenstraße blockiert. Die Polizei musste den Verkehr umleiten.

Mit Obst und Bannern hatten sich die Aktivisten im Zuge einer Art Spontan-Demo auf die Straße gestellt. Die Polizei wurde alarmiert, um für Ordnung zu sorgen. Auch die Münchner Berufsfeuerwehr war im Einsatz. Doch das Unterfangen war schwerer als gedacht. Denn: Zwei Demonstranten hatten sich an die Straße geklebt. Es kam zu wilden Szenen, wie auf einem Video zu sehen ist, das die Initiative ins Netz stellte. Autofahrer und Aktivisten standen sich Auge in Auge. Es fehlte nicht viel, und es hätte zu Verletzungen kommen können.

Münchner Protest Teil einer bundesweiten Aktion

Hintergrund des Protests: Die Initiative setzt sich für eine Essen-Retten-Gesetz ein. Und wendet sich in Videobotschaften teils direkt an die neue Bundesregierung. Die Aktivisten wollen verhindern, dass in Deutschland genießbare Lebensmittel im Müll landen. Der Protest am Münchner Isartor war nur eine von bundesweit vielen Aktionen.

Auch in Stuttgart und nahe Berlin auf der A 100 hatten sich Aktivisten mit Obst und Bannern positioniert. Auch dort klebten sie sich teilweise an die Straße und behinderten den Verkehr mit Unmengen von Obst, das später von der Polizei entfernt werden musste. Es ist nicht das erste Mal, dass es eine solche Aktion gibt. Damit sorgte die Initiative schon in der Vergangenheit für Aufsehen - und eine Menge Ärger bei den Autofahrern auf Deutschlands Straßen.

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