Münchner Polizei: Raser des Jahres fuhr Porsche

München - Um die Moral der Münchner Autofahrer steht’s nicht gut, wie die jüngste Verkehrsstatistik 2011 der Münchner Polizei beweist. Der Raser des Jahres war ein Porschefahrer.

Bei ungefähr jedem vierten Unfall – insgesamt waren es 51 282 mit 21 Toten – beging der Schuldige Unfallflucht. Fast 13 000 dieser Ärgernisse nahm die Polizei auf. Immerhin: Etwa die Hälfte wurde geklärt. Wenn Menschen dabei verletzt oder gar getötet werden, liegt die Aufklärungsquote bei annähernd 100 Prozent.

Der Raser des Jahres war ein Porschefahrer, der mit Tempo 135 durch den Richard-Strauss-Tunnel preschte – 85 km/h zu schnell! Die Rechnung: 680 Euro Bußgeld, vier Punkte, drei Monate Fahrverbot und Depperltest (MPU). Letzterer dürfte ihn mächtig geärgert haben. „Wer derart herumbolzt, beweist null Verantwortungsgefühl“, kommentierte Polizeivizepräsident Robert Kopp.

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Auch der Ton ist rau: Siebenmal täglich – 2620-mal insgesamt – wurde die Polizei gerufen, weil sich streitende Autofahrer beleidigten (1133 Fälle), bedrohten (815), schlugen (431) oder gegenseitig ins heilige Blechle traten (226). In 15 Fällen wurden sogar Polizisten angegriffen.

dop.

Rubriklistenbild: © dpa

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