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Verkehrswende: München soll Mobilitäts-Labor werden

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Von: Sascha Karowski

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Die Tram 19: Wie Mobilität in Zukunft aussehen soll, könnte eine Bauausstellung aufzeigen. © Achim Schmidt

Die Stadt München will gemeinsam mit den Anrainer-Landkreisen quasi ein gigantisches Labor erschaffen, um dort die künftige Mobilität zu entwickeln. Zusammen mit den Landräten aus München und Dachau, den Bürgermeistern aus Freising und Oberhaching wird Münchens OB Dieter Reiter (SPD) am Montag die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vorstellen.

Die schlägt vor, dass die Metropolregion eine Internationale Bauausstellung (IBA) ausrichtet. Die soll das Leitthema Mobilität haben und dabei helfen, die Verkehrssituation in Stadt und Region durch innovative Infrastrukturprojekte zu verbessern. 

Am Mittwoch befasst sich zudem der Stadtrat mit dem Thema. Die Studie kommt im Wesentlichen zu folgenden Ergebnissen. Die IBA könnte das drängende Zukunftsthema der Mobilität in einem begrenzten Zeitraum mit konkreten Projekten für die gesamte Region anpacken. Die Ausstellung sei ein „für besondere regionale Interessen offenes Instrument“ und könne eine Laborsituation schaffen, in der regionale Kräfte zu dieser gemeinsamen Zielsetzung und Umsetzung gebündelt werden. 

Überdies biete die IBA einen integrierten Handlungsansatz für den tiefgreifenden Wandel der Mobilität, der die notwendige Perspektive heutiger und künftiger Projekte für den Ausbau der Infrastruktur ergänzt. Für die Region München könne das Projekt den Bewusstseinswandel und die Transformation der Mobilität gestalten. Eine IBA verbessere zudem die Mobilität und ermögliche schnelle und pragmatische Lösungen durch Bausteine, die in Ergänzung oder im Vorgriff auf große Infrastrukturprojekte bereits kurzfristig wirksam werden. 

Die Führungen der betroffenen Kommunen gehen darüber hinaus davon aus, dass eine erfolgreiche IBA es schaffen muss, die bereits bestehenden Aktivitäten zum Thema Mobilität in der Region zu bündeln und aus einer Hand zu bearbeiten. So könne aktive Strukturpolitik betrieben werden, für eine räumliche Vernetzung von der ersten bis zur letzten Meile auch im ländlichen Raum. Die Ergebnisse, die in einem circa zehnjährigen Prozess erarbeitet werden, sollen ausgestellt werden und auch Lösungsmöglichkeiten für andere Regionen aufzeigen.

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