Vermisste Münchnerin irrte acht Tage umher

Wieder aufgetaucht Dr. Doris W. aus Allach.

München - Vom Regen durchnässt und am Ende ihrer Kräfte ist die vermisste Münchnerin Doris W. (53) am Donnerstag in Dachau gefunden worden.

Offenbar irrte sie acht Tage lang im Freien umher. Als die Polizei sie fand, hatte sie sich gerade zum Schlafen ins Unterholz gelegt.

Lesen Sie auch:

Wer hat Dr. Doris W. gesehen?

Am 8. Juni war W. aus ihrer Wohnung in Allach verschwunden. Ihr Ehemann alarmierte die Polizei, die 53-Jährige galt offiziell als vermisst. Seit Freitag suchten die Beamten mit Hunden und Hubschraubern nach der Frau – ohne Erfolg. Erst, nachdem am Dienstag ein Bild von Doris W. in den Zeitungen veröffentlicht wurde, gab es einige Hinweise. Laut Polizei meldeten sich etwa zehn Personen, die Doris W. gesehen haben wollen. Eine Passantin erzählte, die Vermisste habe sie ganz in der Nähe ihrer Wohnung um Wasser gebeten. Auch andere Zeugen begegneten Doris W. in der Nähe ihres Hauses – die Polizei geht deshalb davon aus, dass sie keine großen Entfernungen zurücklegte.

Der entscheidende Hinweis kam von einem Landwirt (34) aus Allach: Er hatte die 53-Jährige in der Nähe seines Geräteschuppens gesehen, der sich nach Angaben der Polizei hinter der Grenze zum Landkreis Dachau befindet. Die Kriminalbeamten baten den Mann, weiterhin Ausschau zu halten – möglicherweise sei die Frau noch in der Nähe. Und tatsächlich: Am frühen Donnerstagabend rief der Landwirt die Dachauer Ermittler: Doris W. sei wieder auf seinem Grundstück.

Abseits eines Weges, unter einem Gebüsch, fanden die Suchtrupps die durchnässte Frau. Offenbar wollte Doris W. die Nacht im Unterholz verbringen. Die Polizei geht davon aus, dass sie die gesamten acht Tage im Freien verbrachte. Sie habe einen verwirrten Eindruck gemacht und keinerlei Orientierung gehabt, sagte ein Sprecher. Doris W. ist nun in ärztlicher Behandlung.

A. Gerke

Auch interessant

Kommentare