Töchter sind nun Vollwaisen - Spenden möglich

Vermisster Münchner Vater tot aufgefunden

Er war ihr Halt, nachdem die Mutter gestorben war: Die Schwestern Laura (re.) und Elena mit Papa Stanislaw Piotrowski.

München - Sie hatten über die tz nach ihrem verschwundenen Vater gesucht. Doch nun haben die beiden Münchner Schwestern Laura (19) und Elena (13) die traurige Gewissheit: Ihr Vater ist tot. Freunde sammeln nun für die beiden Vollwaisen. 

Sie hofften bis zuletzt, ihren Vater lebend wiederzusehen. Doch Laura (19) und Elena Piotrowska (13) hofften vergebens. Der vermisste Fürstenrieder (61), dessen Töchter über unsere Zeitung nach ihrem Papa gesucht hatten, ist tot.

Am vergangenen Wochenende wurde er nicht weit entfernt vom Wohnhaus in einem Waldstück gefunden, dreieinhalb Wochen nach seinem Verschwinden. Die Polizei schließt ein Gewaltverbrechen aus. Bis zu 3000 Vermisstenfälle behandelt die Münchner Polizei jährlich. Die meisten Fälle klären sich schnell und glücklich auf. Anders in diesem Fall. 

Die beiden Töchter des 61-Jährigen sind jetzt Vollwaisen. Ihre Mutter war vor einigen Jahren an Krebs verstorben. Am Freitag waren die Schwestern unterwegs zur Beerdigung ihres Vaters in Polen. „Es ist eine schwere Zeit für uns“, sagen sie.

Ihr Papa hatte sich am Donnerstagabend vor dreieinhalb Wochen kurz vor 18 Uhr auf den Weg zum Kurs in einer nahegelegenen Tanzschule gemacht. Seitdem hatten Laura und Elena kein Lebenszeichen mehr von ihm vernommen. Laura ist nun der Vormund für ihre kleine Schwester, lebt auch wieder Zuhause. Eigentlich war sie für ihr VWL-Studium an der LMU schon ausgezogen. 

Bis alles in Bezug auf das Erbe geklärt ist, müssen die Schwestern mit dem Ersparten von Laura und Hilfe der übrigen Familie finanziell über die Runden kommen. Deswegen sammeln Freunde über eine Internetseite Spenden für die Schwestern: www.leetchi.com/c/soziales-von-elena-laura-piotrowska.

Auch ehemalige Arbeitskollegen ihres Vaters haben sich bei Laura und Elena gemeldet. Als sie von der Vermisstenmeldung hörte, sammelte die Abteilung der Augsburger Firma spontan für die Mädchen. Die Spende wollen sie Laura und Elena bald übergeben. Rund 20 Jahre hatte der Diplom-Ingenieur für die Augsburger Firma gearbeitet. Auch die Kollegen müssen die Todesmeldung nun erst mal verarbeiten. 

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