Vernehmung: Peter M. knickt ein

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Peter M.

München - Der ehemalige Tankstellenpächter Peter M. hat sich offenbar entschlossen, die Wahrheit zu sagen. Er war Anfang Februar für einige Tage verschwunden und hatte dann von einer Entführung berichtet.

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Tankstellen-Unternehmer Peter M. hat jetzt zugegeben, dass er die Polizei an der Nase herumgeführt hat. „Er hält die Entführungs-Geschichte nicht weiter aufrecht“, sagte Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger am Mittwoch der tz. Der Anwalt des 48-Jährigen, Stephan Tschaidse, bestätigt das Geständnis seines Mandanten. Er sagt: „Es war eine Kurzschluss-Reaktion in Panik.“

Der Geschäftsmann war am frühen Morgen des 31. Januar auf dem Weg zur Bank mitsamt mehreren tausend Euro verschwunden. Ein Verbrechen schien zunächst wahrscheinlich, denn sein Porsche stand mit steckendem Schlüssel vor der Bank. An der Fahrertür klebte Blut. Die Geldmappe lag leer auf dem Gehweg.

Der Mordkommission kamen aufgrund vieler Ungereimtheiten jedoch rasch Zweifel. Zumal schnell bekannt wurde, dass Peter M. versucht hatte, sein Unternehmen durch betrügerische Maschenschaften irgendwie über Wasser zu halten.

Vor der Bank wurde der Porsche gefunden

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Wie die tz aus sicherer Quelle erfuhr, hat der 48-Jährige Manipulationen an den Zapfsäulen zu Ungunsten Lieferfirma gestanden. Dabei geht es um 50 000 bis 60 000 Euro. Tschaidse will sich dazu vorerst nicht äußern, betont aber: „Alle weiteren Manipulations-Vorwürfe sind schlichtweg falsch.“ Zumindest bis zum Abschluss der Ermittlungen wird Peter M. wohl in Untersuchungshaft bleiben. Wegen seiner Machenschaften und Betrügereien drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft.

ebu

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