Wegen Verleumdung

Dirndl-Königin angezeigt! Verrückter Trachten-Krieg in München

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Fühlt sich zu Unrecht attackiert: Der Münchner Dirndl-Designer Neat Roustem Oglou.

München - Es gibt Zoff in der Münchner Dirndl-Szene: Trachten-Königin Astrid Söll wirft einem Designer-Kollegen vor, sie abgekupfert zu haben. Er hat sie angezeigt - wegen Verleumdung.

Das ist der Stoff, aus dem die Trachten-Träume sind. Oder der ganz große Ärger…  Zwischen Dirndl-Königin Astrid Söll (46)  und dem Münchner Designer Neat Roustem Oglou (37) gibt’s richtig Zoff! Sie behauptet, er habe ihr Dirndl kopiert und bezeichnet ihn auf Facebook als „niveaulosen Nichtskönner“. Er weist einen Vergleich mit den „schwindigen ‚Kreationen‘“ von sich - und hat sie angezeigt (hier gelangen Sie zur Wiesn-Themenseite).

Die Vorgeschichte: Roustem Oglou zeigt am Sonntag in einer Münchner Bar Entwürfe, die er für eine Boutique entworfen hat. Die Inhaberin postet Fotos von der Modenschau auf Facebook. Dort kommentiert Astrid Söll, Ex-Lebensgefährtin von Trachten-Angermaier-Chef Dr. Axel Munz (65).

„Dieses Modell habe ich schon vor zwei Jahren gemacht“, schreibt sie zum Foto eines Dirndls. „Mein Gott, die ständige Nachkupferei, habt ihr keine eigenen Ideen?“. Sie postet ein Bild ihres Entwurfs darunter. Ähnlichkeit? Das darf jeder Betrachter selber entscheiden… 

Ein Teil des Streits auf Facebook.

Was folgt, ist ein Streit zwischen ihr und Roustem Oglou, der seit rund zwei Jahren eigene Luxus-Dirndl unter dem Namen „Nero“ entwirft. Er findet: „Wie anmaßend, meine Designs mit ihren schwindigen ‚Kreationen‘ zu vergleichen.“ Söll darauf: „Mit so einem niveaulosen Nichtskönner streite ich mich nicht rum. Dieses Modell habe ich über 100 Mal verkauft - das will eh kein Mensch von dir.“ 

Roustem Oglou hat mittlerweile bei der Polizei Anzeige gegen Söll erstattet - wegen Verleumdung. „Ich kenne diese Frau überhaupt nicht und sie behauptet einfach, ich würde ihre Entwürfe kopieren.“ Der Vorwurf sei absurd: Es bestehe keine große Ähnlichkeit zwischen den Dirndln, so der Münchner.

Roustem Oglou hat sich auf Dirndl mit orientalischen Mustern spezialisiert. Den Stoff für das Kleid habe er in Istanbul gekauft, sagt der türkischstämmige Designer. Er sei auf Haute Couture spezialisiert, habe noch nie etwas kopiert.

Die Regensburger Dirndl-Königin Söll wiederum sieht das anders. Sie bekräftigt gegenüber der tz ihren Vorwurf: „Er macht einfach meine Sachen nach! Es ist definitiv der gleiche Stoff, jeder sieht das.“ Immer wieder kopierten andere Dirndl-Designer ihre Entwürfe, so Söll. Sie wolle sich weiter wehren - etwa mit ihren Antworten bei Facebook.

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