Bundespolizei verengt Haupteingänge / Intensive Gepäckkontrollen

Sicherheitszone jetzt auch um den Hauptbahnhof

München - Nach dem massiven Sperrriegel rings um die Wiesn hat nun auch die für die Bahn und die Flughäfen zuständige Bundespolizei spürbar und sichtbar ihre Kontrollen am Münchner Hauptbahnhof verstärkt.

Am Seiteneingang zum Starnberger Flügelbahnhof rüttelten die Reisenden am Montag vergeblich an verschlossenen Türen. Die drei Haupteingänge dagegen blieben alle geöffnet, doch wurden die Durchgänge mit Hilfe der Tore verengt.

Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof

Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof

Erhöhte Terrorgefahr am Münchner Hauptbahnhof: Die Kontrollen im Bahngebäude wurden drastisch verschärft, ein Hubschrauber überwacht die Gegend rund um die Theresienwiese. © Markus Lenz
Seit Mittag überwacht die Bundespolizei mit einem Hubschrauber samt Wärmebildkamera den Luftraum rund um die Theresienwiese. © Markus Lenz
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Der Eingang des Hauptbahnhofs an der Bayerstraße ist teilweise geschlossen, die rechte Seite des Gitters ist geschlossen. © Markus Lenz
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Dadurch will die Polizei den Zugang zur Abfahrtshalle besser kontrollieren können. © Markus Lenz
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Lkw der Bundespolizei stehen rund um das Bahnhofsgebäude. © Markus Lenz
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Der Eingang-Nord (zur Arnulfstraße) wurde am Dienstagmittag komplett dicht gemacht. © Markus Lenz
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Trotzdem steht die Polizei Wache. © Markus Lenz
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Ein Schild infomiert mit der Aufschrift „Auf Grund polizeilicher Maßnahmen ist dieser Eingang bis 5.10. gesperrt“ die Fahrgäste. © Markus Lenz
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Ein weiterer Lkw der Bundespolitzei. © Markus Lenz
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Verstärkte Kontrollen auch am Zugang zum Hauptbahnhof an der Ecke Paul-Heyse-/Bayerstraße. © Markus Lenz
Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Kontrollen am Südeingang. © Klaus Haag
Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Kontrollen am Südeingang. © Klaus Haag
Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Die Schließfächer sind seit Montagabend geschlossen. © Klaus Haag
Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Die Schließfächer sind seit Montagabend geschlossen. © Klaus Haag
Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Die Schließfächer sind seit Montagabend geschlossen. © Klaus Haag
Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Die Schließfächer sind seit Montagabend geschlossen. © Klaus Haag
Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof © Klaus Haag
Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof © Klaus Haag
Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof © Klaus Haag
Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof © Klaus Haag
Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof © Klaus Haag
Bilder: Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof
Terroralarm am Münchner Hauptbahnhof © Klaus Haag

Lesen Sie dazu:

Angstmacher im Internet: Emails verbreiten Terror-Gerüchte

Die Pressekonferenz

Verkehrschaos wegen Sperrriegel auf der Wiesn

Bis Wiesn-Ende: Zwei Islamisten vorsorglich in Haft

„Wir können die Menschenströme so besser kanalisieren und kontrollieren. Wir hoffen, die Reisenden haben für unsere Maßnahmen Verständnis“, erklärte dazu der Sprecher der Bundespolizei am Hauptbahnhof, Für die gesamte Dauer des Oktoberfestes kündigte die Bundespolizei ab sofort mehr und intensivere Gepäckkontrollen an. Habelt: „Dazu wird es erforderlich sein, bestimmte Zugangswege und Zufahrten teilweise oder gänzlich zu sperren.“ Bereits seit Montagabend ist es nicht mehr möglich, das Gepäck in den Schließfächern am Nordausgang (Arnulfstraße) zu deponieren.

Für große Nervosität und Hunderte Bürgeranrufe sorgte am Dienstagmittag der dunkelblaue Hubschrauber der Bundespolizei, der minutenlang über dem Bahnhofs- und Wiesn-Viertel kreiste und irrtümlich für ein Militärflugzeug gehalten wurde. „Es besteht absolut kein Grund zur Beunruhigung. Es gab auch keinen aktuellen Zwischenfall“, erklärte dazu Bundespolizei-Sprecher Thomas Borowik. Der Hubschrauber habe lediglich aktuelle Luftaufnahmen für die Einsatzplanung im Fall der Fälle gemacht. Der Bundespolizei-Hubschrauber und auch die weiß-grünen Helikopter der Landespolizei werden bis Sonntag tagsüber und auch nachts öfter über der Stadt zu sehen sein. Borowik: „In der Nacht werden die Gleisanlagen und auch das Oktoberfest-Gelände mit Hilfe der Wärmebildkameras überwacht.“ Die Nervosität der Bürger und Wiesn-Gäste ist seit Montag sprunghaft angestiegen. Allein die Beamten im Münchner Polizeipräsidium bekamen bis Dienstagmittag bereits 250 Anrufe am Bürgertelefon. Darüber hinaus kam eine Vielzahl von Hinweisen auf verdächtige Personen und Gegenstände jeder Art, die für Bomben gehalten wurden und sofortige Polizeieieinsätze nach sich zogen. „Eine Semmeltüte auf dem Boden genügt bereits, um die Leute zu verunsichern“, bestätigte ein Streifenpolizist.

Sicherheitsring: So schützt die Polizei das Oktoberfest

Rings um die Wiesn hat sich der Liefer- und Autoverkehr mittlerweile eingependelt. Bis auf einen Rückstau auf der Plinganserstraße Dienstagfrüh verzeichnete die Polizei keinerlei größere Störungen. „Wir haben den Ampeltakt geändert. Dann lief es wieder“, bestätigte Polizeisprecher Peter Reichl am Dienstag und dankte den Münchner Bürgern, „dass sie sich so schnell auf die neue Situation eingestellt haben.“

Dorita Plange

Arbeit 18 Stunden am Stück: Polizei-Gewerkschaft fordert mehr Geld und Verpflegung für Wiesn-Einsatz

Einsatzzeiten bis zu 18 Stunden, unregelmäßige Mahlzeiten und zu wenig Freizeit: Die Gewerkschaft der Polizei forderte das Innenministerium am Dienstag auf, den fast 600 Beamten im Wiesn-Einsatz eine angemessene Grundversorgung zu sichern. Aus ganz Bayern wurden die Beamten wegen des erhöhten Sicherheitsalarmes zur Wiesn-Kontrolle abgestellt. Dabei wurde dem GdP-Vorsitzende Harald Schneider zugetragen, dass die Polizisten bis zu 18 Stunden am Stück arbeiten, nicht ausreichend mit warmen Mahlzeiten versorgt werden und einige seit Ende Juli kein freies Wochenende mehr hatten. Schneider: „Es kann nicht angehen, dass die Kollegen, die die Spaßgesellschaft auf dem Oktoberfest schützen sollen, hier wesentlich schlechter gestellt werden.“

dop

Rubriklistenbild: © Markus Lenz

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare