Veruntreuende Unterschlagung

Versteigerte er illegal zwei Oldtimer für 743.000 Euro?

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Edgar B. (56) muss sich vor Gericht verantworten.

München - Seit Dienstag muss sich Edgar B. (56) wegen veruntreuender Unterschlagung vor Gericht verantworten. Er soll zwei Oldtimer, die ihm anvertraut worden waren, illegal versteigert haben.

Edgar B. (56) umgab sich schon immer gerne mit schnellen, schönen und teuren Autos. Jahrzehntelang entwickelte und reparierte er Motoren für den Motorsport am Nürburgring. Doch die Begegnung mit einem Unternehmer, der einen Rennmotor in seinem VW-Bus wollte, endete nicht gut. Der Firmen-Chef ließ in der Werkstatt des 56-Jährigen am Nürburgring einen Rolls Royce und einen Bentley unterstellen. Edgar B. soll die beiden Luxus-Autos schließlich für zusammen 743.000 Euro versteigert haben. Am Dienstag begann gegen ihn der Strafprozess wegen veruntreuender Unterschlagung in zwei Fällen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Edgar B. am 30. November 2012 den Bentley ohne Wissen des Eigentümers bei der Kfz-Zulassungsstelle in Miesbach auf seinen eigenen Namen angemeldet hat. Als falscher Eigentümer soll er mit Hilfe des Bentleys einen Kredite ergaunert haben. Am 7. Februar ließ er ihn bei einem Auktionshaus für 644.463 Euro versteigern. Auch der Rolls Royce kam für rund 98.000 Euro unter den Hammer.

Vor Gericht ließ Edgar B. am Dienstag eine Erklärung verlesen. Darin heißt es, dass der Eigentümer der Autos von der Auktion gewusst habe. Allerdings habe der Unternehmer „irrsinnig hohe Preisvorstellungen“ für die Oldtimer gehabt: mindestens eine Million Euro für den Bentley und 260.000 Euro für den Rolls Royce.

Dass er die Preise eigenmächtig unterschritten hat, sei ein Fehler gewesen, räumte Edgar B. ein. Auf die Frage des Gerichts, ob dies ein Geständnis gewesen sein soll, antwortete der Angeklagte aber ausweichend: „Ja, das ist natürlich die Frage“, sagte er. Der Prozess dauert daher an.

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