Verstöße der Radler: Die Kontroll-Bilanz

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7877 Radler (Archivfoto) musste die Polizei bei ihrer Aktion „G‘scheid radln!“ beanstanden

München - Bei zwei Schwerpunktaktionen hat die Polizei Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer kontrolliert und auf Fehler aufmerksam gemacht. Jetzt wurde die Bilanz präsentiert.

Schlechte oder gleich gar keine Beleuchtung, Geister- oder Gehwegradeln, Rotlichtmissachtung und Handy-Telefonate bzw. überlaute Musik während der Fahrt – das sind die häufigsten Todsünden der Radfahrer. Bei zwei wochenlangen Schwerpunktaktionen im Rahmen der Polizeikampagne „G‘scheid radln!“ wurden Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer kontrolliert und auf Fehler aufmerksam gemacht. Am Mittwoch zog die Polizei Bilanz: 19 700 Verkehrsteilnehmer insgesamt – also 7877 Radfahrer, 4168 Autofahrer und 1089 Passanten – wurden beanstandet. In zehn Fällen wurden die Sünder so frech, dass sie zum Verkehrsunterricht vorgeladen wurden. Ein komplett uneinsichtiger Rotlichtsünder fiel gleich mehrfach auf. Sein Fahrrad wurde beschlagnahmt. Er bekam es erst wieder, als er Tage später halbwegs glaubhaft Besserung versprach. Auch ein ziemlich gewagt wirkendes Kettcar-Radl-Gespann wurde zwangsgetrennt. Nebenbei gingen noch vier Radldiebe ins Netz. In einigen Fällen versuchten Radfahrer zu flüchten, einer griff sogar ernsthaft an. Dazu stellte die Polizei fest, dass immer noch erschreckend viele Radler ohne Helm unterwegs sind.

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Im Zeitraum der Kontrollaktion sanken die Unfallzahlen mit Radfahrern um 43,9 Prozent – von 221 im Vergleichszeitraum des letzten Jahres auf114. Auch die Zahl der Verletzten halbierte sich fast von 199 auf 109. Immer noch wurde über die Hälfte der Unfälle (54,8 Prozent) durch ein Fehlerverhalten von Radfahrern verursacht.

Die unfallträchtigsten Fehler der Fußgänger sind übrigens Rotlichtverstöße und Betreten der Radwege. Autofahrer machen oft Fehler beim Abbiegen, parken auf Radlwegen oder telefonieren während der Fahrt.

Dorita Plange

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