Mann in Lebensgefahr

Beziehungsstreit am Olympiapark eskaliert

München - Ein Beziehungsstreit in der Nähe des Olympiaparks ist am Mittwoch eskaliert. Ein Mann übergoss sich dabei mit Benzin und zündete sich an.

Am Mittwoch rief die Ex-Freundin eines 46-jährigen Mannes beim Notruf des Polizeipräsidiums München an und teilte mit, dass der Mann vor ihrer Wohnungstür stehe und randalieren würde. Die daraufhin eingesetzten Beamten erteilten dem 46-Jährigen einen Platzverweis, dem er auch widerstandslos nachkam. Etwa eine Stunde später tauchte er erneut vor der Wohnungstür seiner Ex-Freundin in der Gertrud-Bäumer-Straße auf. Dieses Mal hatte er jedoch einen Benzinkanister dabei, auf den mehrere Bewohner des Anwesens aufmerksam wurden. Als er sich dann schließlich mit Benzin übergoss, verständigten die Nachbarn Polizei und die Feuerwehr.

Der wohnsitzlose Mann begab sich anschließend vor das Anwesen. Als die ersten Einsatzfahrzeuge eintrafen, zündete er sich selbst an und stand sofort lichterloh in Flammen. Die Polizeibeamten begannen mit Feuerlöschern den Brand zu löschen. Zwei der Beamten rissen dem 46-Jährigen die Kleidung vom Leib. Er erlitt trotzdem eine 30 prozentige Verbrennung zweiten und dritten Grades, wobei derzeit noch Lebensgefahr besteht. Er liegt in einer Klinik zur weiteren Behandlung. Von den eingesetzten Polizeibeamten erlitt ein Beamter Verbrennungen am rechten Arm, die ambulant in einem Krankenhaus behandelt wurden. Ein weiterer Kollege zog sich Schürfwunden zu.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, dass der 46-Jährige den mitgebrachten Kanister in einer nahegelegenen Tankstelle gekauft und mit Benzin gefüllt hatte. Da sich noch ein Rest in dem Kanister befand, kann von einer verschütteten Menge von rund einem Liter ausgegangen werden.

Rubriklistenbild: © Reinhard Kurzendörfer

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