Übergriff am Innsbrucker Ring

Studenten retten Frau vor Vergewaltiger

München - Eine 20-Jährige ist im Stadtteil Berg am Laim nur knapp einer Vergewaltigung entkommen. Ein Mann hatte sich mitten auf der Straße auf sie gestürzt, aber die Courage einiger Passanten unterschätzt.

Im letzten Moment verhinderten zwei junge Männer in der Nacht zu Dienstag am U-Bahnhof Innsbrucker Ring (Ramersdorf) eine Vergewaltigung. Die Polizei prüft, ob es sich bei dem Mann (35) möglicherweise sogar um einen Serientäter handelt.

Um 1.30 Uhr kamen die beiden Studenten (22 und 24 Jahre) aus Bosnien-Herzegowina mit der U-Bahn an und stiegen die Treppen hinauf. Da kniete der Typ bereits fast auf der am Boden liegenden Frau (20). Sekunden vorher war sie von dem Mann von hinten angegriffen worden. Er hatte ihr den Mund zugehalten, sie zu Boden geworfen und bereits ihren Mantel zurückgeschlagen. Beherzt griffen die Studenten zu, rissen ihn von der Frau herunter und hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf. Die 20-Jährige wurde bei dem Angriff leicht verletzt. Bei dem 35-Jährigen handelt es sich um einen bis dato unbescholtenen Münchner Lageristen. Seit Mittwoch sitzt er in U-Haft.

Bereits am Abend des 4. Februar wurde eine Münchnerin (21) um 21.45 Uhr in der Solalindenstraße (Trudering) auf die gleiche Weise von einem Mann überfallen. Er floh, als sie sich heftig wehrte.

Drei Tage später wurde eine 17-Jährige um 18.15 Uhr ebenfalls am U-Bahnhof Innsbrucker Ring von einem Mann angesprochen, der sich hartnäckig an ihre Spuren heftete, ihr in der U-Bahn ständig Komplimente machte und sie am Bahnhof Trudering auf dem Weg zur S-Bahn schließlich mit Gewalt küsste. Die Polizei prüft Tatzusammenhänge.

D. Plange

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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