In 237 Fällen

Er prellte Wohnungsbesitzer um 180.000 Euro

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Hausverwalter Roger S. bediente sich aus den Kassen der Wohnungseigentümer

München - Das bittere Erwachen für Wohnungseigentümer kam, als die Stadtwerke drohten, den Strom abzustellen. Dabei hatten sie doch brav ihre Beiträge an die Hausverwaltung abgeführt.

Das Dumme: Hausverwalter Roger S. (53) soll sich gnadenlos aus den Konten der Eigentümergemeinschaften bedient haben. Wegen Untreue in 237 Fällen mit einem Gesamtschaden von über 180.000 Euro muss sich der Geschäftsmann jetzt vor dem Landgericht verantworten.

Roger S. und seine Ehefrau machten sich meist ein schönes Leben am Gardasee. In München betrieben sie ein Büro. Er schiebt die Hauptschuld auf seine von ihm inzwischen getrennt lebende Frau. Vorsitzender Richter Thomas Denz: „Meiner Meinung nach gehört die Frau mit auf die Anklagebank.“ Doch die sonnte sich in Italien, während er am 9. Juli 2013 verhaftet und ausgeliefert wurde. Drei Jahre lang hatte die Justiz Roger S. per Haftbefehl gesucht.

Die angeklagten 237 Fälle, so Richter Denz, „sind nur die Spitze des Eisbergs“. Der 53-Jährige gesteht nur halb: „Es gab sicher Zahlungen, die unberechtigt waren“, rückt er heraus, schränkt aber gleich ein: „Aber 180.000 Euro waren es nicht.“

E. Unfried

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