Nach Bombendrohung am Flughafen Verona:

Verwirrung um einen JU-Kreisvorsitzenden

Ein Münchner hat Mitreisende in Angst und Schrecken versetzt, seinetwegen wurde sogar ein Flughafen vorübergehend geschlossen.

Die italienische Polizei ermittelt weiter gegen den Mann, der am Airport von Verona mit einer Bombe in einem Flugzeug drohte.

Der Sportjournalist hatte Großalarm ausgelöst. Er hatte seinen Flug nach Wien nicht mehr erwischt und wollte die Maschine so aufhalten. „Im Namen Allahs, es ist eine Bombe an Bord“, kündigte er an. Sein Pech: Der Anruf wurde zu seinem Handy zurückverfolgt, er wurde vorübergehend festgenommen. Die Polizei nannte den Namen Tobias W., Alter 27 Jahre, wohnhaft in München…

Das Profil passt genau auf einen Unternehmersohn aus Moosach. Geburtsdatum, Wohnort, sogar der momentane Aufenthaltsort – alles scheint zu stimmen. Dieser Tobias W. ist zurzeit auch in Wien – als freiwilliger Helfer bei der Fußball-Europameisterschaft übernimmt er Fahrdienste für die UEFA.

Pikantes Detail: Dieser W. ist als Kreisvorsitzender der Jungen Union in München politisch aktiv, organisiert außerdem seit vier Jahren Wettkampfreisen des Triathleten Faris Al-Sultan. „Wenn er es war, muss ich überlegen, inwieweit das Konsequenzen hat“, sagt der Spitzensportler. Für Tobias Weiß, Chef der JU München, gilt im Moment die „Unschuldsvermutung“.

JU-Mann Tobias W. sagt am Telefon derzeit nichts zur Sache und die Verwirrung um ihn. Sein Vater spricht gegenüber der tz von einem „schwebenden Verfahren“ und bestätigt, dass sein Sohn unter Verdacht steht. Außerdem hat sich W. inzwischen einen Anwalt genommen. Jurist Dr. Adalbert Kronester will erst einmal abwarten, was seine Anfragen in Italien ergeben – und hat der Familie zum Schweigen geraten.

fla.

Quelle: tz

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