Nachrüstung kostet fast 10 Mio.

Video-Überwachung jetzt in allen S-Bahnen

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Der Freistaat steuert fünf Millionen Euro zur Videoüberwachung bei.

München - Bitte lächeln - Sie werden gefilmt! Ab sofort laufen in allen S-Bahnen Kameras mit. Die Video-Überwachung soll Schmierer abschrecken und der Polizei bei der Aufklärung von Straftaten helfen.

Die Bilder der täglich 800 000 Passagiere werden aber nicht live überwacht. Bei Straftaten können die Sicherheitskräfte nicht eingreifen. Die S-Bahn zeichnet die Bilder aller Kameras auf einer Festplatte auf. Wenn keine besonderen Vorkommnisse gemeldet werden, löschen sich die Aufnahmen nach 72 Stunden automatisch. Fordert die Polizei die Bilder an, übergibt die Bahn den Datenträger. So können die Behörden nachträglich Straftaten wie Gewaltdelikte aufklären.

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Schon davor sollen die Kameras Vandalen abschrecken. Aus Sicht der Bahn zeigt der Einsatz schon Erfolg: Der Angriff auf einen Zugbegleiter der BOB konnte aufgeklärt werden. Außerdem gingen auch die Graffiti-Schmierereien im Innenraum der Bahnen zurück.

Ein gelöster Fall

Dank der neuen Video-Überwachung in allen S-Bahnen konnte die Polizei schon ein schweres Verbrechen aufklären: Am 10. Oktober vergangenen Jahres griff ein Schwarzfahrer an der Donnersbergerbrücke einen Zugbegleiter (47) der BOB an und schubste ihn ins Gleis! Der Schaffner brach sich den Knöchel. Anschließend flüchtete der -Täter mit der S3 nach Holzkirchen. Anhand der Kamerabilder konnte die Polizei ihn ermitteln - einen 23-jährigen Franzosen, der am Tegernsee arbeitet.

tz

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