Am Hauptbahnhof

Video zeigt's: Opfer hat Schläge nur erfunden

München - Es stand der Tatvorwurf der Körperverletzung im Raum - doch die Überwachungskamera am Hauptbahnhof hat es anders gesehen. Jetzt ermittelt die Bundespolizei gegen das vermeintliche Opfer.

Am Dienstagmorgen, gegen 3.20 Uhr, meldete sich ein 20-jähriger Italiener mit einer blutenden Hand bei der Bundespolizei am Hauptbahnhof. Er gab gegenüber der Streife an, geschlagen worden zu sein.

Am Querbahnsteig deutete der scheinbar Geschädigte auf einen 37-jährigen russischen Staatsangehörigen. Dieser soll ihm die Verletzung zugefügt haben. Die Beamten bekamen bei der Schilderung Zweifel, ob sich die Tat so zugetragen hatte und werteten das Videomaterial der Überwachungskamera aus.

Darauf erkannten die Bundespolizisten, dass der Italiener nie Kontakt zu dem 37-Jährigen hatte. Bei dem 20-jährigen Italiener lag eine zerbrochene Glasflasche. Die Beamten vermuten, dass er sich durch die Scherben die Wunde an der Hand selbst zugezogen hat.

Gegen den Italiener wird jetzt wegen falscher Verdächtigung ermittelt. Warum er den russischen Reisenden beschuldigte, ist Gegenstand der Vernehmungen.

mm

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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